Übung zur Wasserentnahme aus einem fließenden Gewässer. Foto: Eule

Mit dem Maschinisten-Lehrgang für Löschfahrzeuge in Burladingen hat die Feuerwehr den Aufbruch in die neue, digitale Ausbildungswelt gewagt. Die Feuerwehren lernen es, online zu üben.

Burladingen - Mit dem Maschinisten-Lehrgang für Löschfahrzeuge in Burladingen hat die Feuerwehr den Aufbruch in die neue, digitale Ausbildungswelt gewagt. Die Feuerwehren lernen es, online zu üben. In einem Pressegespräch erläutert der Burladinger Stadtbrandmeister und stellvertretende Kreisbrandmeister Ilija Pilic den Ablauf und die daraus resultierenden Vorteile für den Ausbildungsbetrieb.

Innerhalb von drei Wochen zu bearbeiten

Erstmals als Pilotprojekt auf Kreisebene eingesetzt, bestand es seine Bewährungsprobe, Modifizierungen im Detail sind noch möglich. Das Neue an dieser innovativen Ausbildung, so Stadtbrandmeister Ilija Pilic, sei der Weg, der gegangen wurde. Der theoretische Lehrgangsteil wurde auf einer Online-Plattform zur Verfügung gestellt und war innerhalb von drei Wochen zu bearbeiten. Der Vorteil: Die Lehrgangsteilnehmer konnten sich den Zeitpunkt der Bearbeitung frei einteilen, je nach ihren Möglichkeiten. Die Theorie war in elf Blöcke unterteilt, und dazu war eine Onlineprüfung zu absolvieren. Daran schlossen sich zwei Tage Praxisausbildung im Feuerwehrhaus Burladingen an, die durch die Ausbilder Thomas Klingel (Einsatzabteilung Haigerloch-Stetten, Thomas Koch (Balingen-Engstlatt) und Christian Schäfer (Burladingen) geleitet wurden.

Aus Sicht von Stadtbrandmeister Ilija Pilic war die Internetausbildung gut, nach dem Start Anfang April gab es einmal in der Woche eine virtuelle Lehrveranstaltung, bei der der Wochenblock vertieft wurde. Bei einem Online-Meeting konnten anschließende Fragen gestellt werden. Kreisweit, so Ilija Pilic, war dies die erste Veranstaltung dieser Art – eine Art Versuchsballon. Wenn auch durch die Coronazeit mitinitiiert, soll diese Ausbildungsart auch in Zukunft beibehalten werden. Dabei betonte Pilic besonders den Vorteil, Lektionen nach Bedarf abrufen zu können. Mit der Art der Ausbildung waren alle zufrieden, leichte Anpassungen und Verbesserungen werden noch eingebaut.

Auch Grundausbildung digital?

Wie es im Bereich der Grundausbildung aussieht, bleibe, so Pilic weiter, noch abzuwarten, da es sich dabei um jüngere Teilnehmer ohne Vorwissen handle. Der Stadtbrandmeister hatte zwar erwartet dass diese Ausbildung nach Corona "überschwappt", es sei aber nicht unbedingt absehbar gewesen. Sein Resümee: Ein Maschinisten-Lehrgang verkürzt sich durch diese Methode von vier auf zwei Tage, und durch die entsprechenden Ausbilder erfolge auch eine pädagogisch wertvolle Ausbildung. Einzige Manko: Das gekaufte Ausbildungsprogramm stammt von einem Anbieter aus Norddeutschland und musste erst an Burladinger Erfordernisse angepasst werden. Alles möglich, aber viel Arbeit für den Stadtbrandmeister. Sobald dies umgesetzt ist, steht dem Aufbruch der Feuerwehren in eine digitale Ausbildungswelt wohl nichts mehr im Wege.

Die Teilnehmer, die den Lehrgang bestanden haben:Feuerwehr Burladingen: Fabian Knuth, Dennis Kanz, Kevin Gugel, Felix Ameis, Jörg Künstle, Tristan Kurz, Benno Hönes, Max Staubinger, Patrick Brenzing, David Schröter und Martin Ott. Feuerwehr Haigerloch: Michael Stocker, Julian Klüber und Christoph Pfeffer. Feuerwehr Trochtelfingen: Roland Schenzle, Fabian Dreher, Martin Bez, Jochen Betz, Daniel Klumpp, Ute Klingenstein und Patrick Schmid.

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