Freiburg ermöglicht nichtkommerzielle Treffpunkte auf Parkplätzen. Diese können von Vereinen und Gruppen gestaltet und genutzt werden.
In Freiburg soll es künftig möglich sein, auf öffentlichen Parkplätzen am Straßenrand sogenannte „Parklets“ einzurichten. Die Stadt hat nun einen entsprechenden Pilotversuch gestartet, für den sich Vereine und andere Gruppen bewerben können. Vorbild beim Genehmigungsverfahren und bei der Konzeption sei das Konzept der Stadt München, so Rathaussprecherin Tabea Krauß: „Das Münchner Modell zeigt gut, wie Nachbarschaftsprojekte in Form von Parklets einen Mehrwert für den öffentlichen Raum schaffen können und wie sich Ideen zur Umnutzung des öffentlichen Raums erproben lassen.“
Nutzung wird auf sechs Monate beschränkt
Bundesweit wurden „Parklets“ vor zehn Jahren erstmals in Stuttgart eingerichtet. Sitzgelegenheiten, Sandkästen, Hochbeete – vieles ist denkbar, wenn man einen Stellplatz oder maximal zwei zusammenhängende Stellplätze zum Mini-Park umgestaltet. Nicht erlaubt sind hingegen Privatnutzungen durch Einzelne und kommerzielle Angebote. Außerdem müssen die Bewerber eine verantwortliche Ansprechperson namentlich benennen und eine Haftpflichtversicherung dieser Person nachweisen.
Die maximale Nutzungsdauer für ein „Parklet“ wird auf sechs Monate zwischen März und Oktober festgesetzt. „Danach wird dann wieder geparkt“, so Krauß. Wer ein „Parklet“ aufbaut, muss es nachher auch wieder abbauen.
Antrag soll niederschwellig sein
Das Projekt hat einen mehrjährigen Vorlauf, wie Grünen-Stadtrat Timothy Simms erläutert: „Wir haben das Thema 2018 in einem Fachgespräch angestoßen.“ . Nun sei man froh, „neue Begegnungsorte“ in den Freiburger Quartieren starten zu können, so Timothy Simms abschließend.
In der ersten Phase gehe es auch darum, die Akzeptanz für „Parklets“ in der Bevölkerung zu testen, so Krauß. Dafür wolle man die Antragstellung, bei der 150 Euro Verwaltungsgebühr fällig werden, auch „möglichst niederschwellig“ halten.