Flügelspieler Justin Pierce (links) trägt nicht mehr das Panthers-Trikot. Foto: Kienzler

Die wiha Panthers Schwenningen haben am Samstagabend mit dem 68:82 in der ProA in Karlsruhe ihre vierte Niederlage in Folge kassiert. Am Sonntag trennten sich die Panthers von Justin Pierce. Einen sofortigen Ersatz für ihn gibt es aber nicht.

Zwar war eine Leistungsverbesserung im defensiven Bereich bei den Schwenningern im Vergleich zu den vergangenen drei Spielen erkennbar, doch neben den Ausfällen von Chris Frazier und Lennard Larysz ist es momentan auch ein großes Problem für die Offensive, dass die Leistungsträger David Cohn (11 Punkte in Karlsruhe) und Raiquan Clark (12) nicht an ihre starke Form, die sie im ersten Saisondrittel zeigten, anknüpfen. Im Kampf um einen der Play-off-Plätze nimmt der Druck auf die Panthers vor wichtigen Wochen zu.

Erst einmal einen neuen deutschen Spieler suchen

Am Sonntag trennten sich die Panthers nun von Flügelspieler Justin Pierce, der erst im Oktober verpflichtet worden war und einen offenen Vertrag besaß. "Es hat einfach zwischen uns und ihm nicht gepasst. Auch Justin hatte wohl andere Vorstellungen. Deshalb haben wir uns für die Trennung entschieden", erklärte Panthers Coach Alen Velcic den Schritt.

Einen sofortigen Ersatz wird es für den 23-jährigen US-Amerikaner nicht geben. Die Panthers suchen aber auf jeden Fall zeitnah noch nach einem neuen deutschen Spieler.

Trotz der Niederlage sah Alen Velcic die Leistung seiner Mannschaft in Karlsruhe "als einen Schritt in die richtige Richtung. Die Intensität in unserem Spiel war wieder da, unsere Defenseleistung war in Ordnung und die Jungs haben die Vorgaben ordentlich umgesetzt. In unserer Offense lief es nicht optimal, deshalb reichte es schließlich nicht zum Sieg".

Die Schwenninger hatten Probleme im Auftaktviertel und lagen nach den ersten zehn Minuten mit 11:21 hinten.

Deutliche Steigerung im zweiten Viertel

Doch die Panthers meldeten sich mit einem guten zweiten Viertel (24:15) zurück, legten zu Beginn einen 7:0-Run hin. Vor allem wurden die Neckarstädter auch deshalb stärker, weil sie unterm Karlsruher Brett (10 gewonnene Offensiv-Rebounds im zweiten Abschnitt – allein fünf davon gingen auf das Konto von Quattarius Wilson) die Vorherrschaft besaßen. Mit zwei Punkten von Cohn hatten die Schwenninger 44 Sekunden vor der Pause erstmals (33:31) die Führung inne. In der Halbzeit stand es 37:35 für die Badener. Die Partie war völlig offen.

Die Karlsruher waren im dritten Abschnitt das bessere Team, legten in den ersten vier Minuten auf 42:35 vor. Die Gäste verteidigten in dieser Phase schlecht, bekamen auch Stanley Whittaker (mit 24 Punkten am Ende bester Scorer der Lions) weiterhin nicht in den Griff. Vor dem Schlussabschnitt lagen die Badener mit 68:54 vorne.

Am Ende ist es zu wenig

Die Panthers blieben aber in den letzten zehn Minuten dran. Vorentscheidend war jedoch, dass beim Stand von 64:74 (2:25 Minuten vor dem Ende aus Schwenninger Sicht) Grant Sitton und Justin Pierce jeweils ihre Dreier nicht versenkten. Es hätte noch einmal richtig eng werden können. Doch Karlsruhe ließ nichts mehr anbrennen und holte sich am Ende einen wichtigen 82:68-Erfolg, der sie wieder näher an den Play-off-Bereich heranrücken lässt.