Es tut sich einiges in Sachen Energiewende und erneuerbare Energieerzeugung im Ort. Die Freiflächenanlage sowie Installationen auf Dächern von Immobilien im Gemeindeeigentum wurden während der jüngsten Gemeinderatssitzung vorangebracht.
Am östlichen Ortsrand, südlich der Sportanlagen, plant ein Investor eine Freiflächen-Photovoltaikanlage. Beabsichtigt wird auf einer Gesamtfläche von etwa 5,6 Hektar die Erzeugung regenerativer Energie.
Nach der Vorstellung des Projekts und der Zustimmung zum städtebaulichen Vertrag im Rahmen von zwei Gemeinderatssitzungen hatte das Gremium 2022 den Aufstellungsbeschluss zum notwendigen Bebauungsplan gefasst.
Die PV-Anlage ist mit einer Leistung von 6,3 Megawatt geplant. Der erzeugte Strom soll in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.
Bebauungsplan soll die rechtlichen Voraussetzungen schaffen
Aktuell werden die Flächen landwirtschaftlich genutzt. Mit dem Bebauungsplan sollen die rechtlichen Voraussetzungen zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung für eine verträgliche Nutzung des Plangebietes zur Erzeugung regenerativer Energie mittels Photovoltaik geschaffen werden.
Der Gemeinderat hat der vorgelegten Entwurfsplanung des „Vorhabenbezogenen Bebauungsplans Sondergebiet Solarpark Zechenbrunnen“ einstimmig zugestimmt, so dass nun die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange erfolgen kann.
Dachanlagen auf kommunalen Gebäuden vorgesehen
Auch bei Dachanlagen hat sich einiges getan. Um künftig eine bestmögliche Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz zu erlangen, sollen alle kommunalen Gebäude, auf denen eine PV-Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann, auch belegt werden. Zu Beginn des Jahres ging die Anlage auf dem Feuerwehrhaus mit 24 Kilowatt Leistung und Stromspeicher in Betrieb. Der Bezug aus dem öffentlichen Netz hat sich seither deutlich reduziert, teilte die Verwaltung mit.
Auf den neu errichteten Wohncubes in der Niedereschacher Straße konnte im Sommer dieses Jahres eine 55-Kilowatt-Anlage in Betrieb genommen werden, und ab den Herbstferien sollen dann auch das Schulgebäude, die Festhalle und die Sporthalle mit eigens erzeugtem Strom der 99-Kilowatt-Anlage auf den Schuldächern versorgt werden. Die Gemeinde hat also 178 Kilowatt peak zugebaut.
Um den Ausbau der Sonnenenergiegewinnung in der Gemeinde sukzessive voranzutreiben, soll nun im kommenden Jahr das Familienzentrum mit einem Verbrauch von rund 25 000 Kilowattstunden pro Jahr als weiteres Gebäude mit einer PV-Anlage belegt werden.
Da hier der Strom im Wesentlichen während der Betriebszeiten benötigt wird, besteht ebenfalls hohes Einsparungspotenzial.
Die Kostenschätzung für Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der PV-Anlage beträgt rund 60 000 Euro. Diese Summe wurde vom Rat einstimmig in die Haushaltsplanungen aufgenommen.