Solarmodule können auf kommunale Dächer kommen (Archiv-Foto). Foto: Schwind

Die 3-Täler-Bürgerenergie-Genossenschaft kann für 20 Jahre kommunale Flächen für Solaranlagen pachten. Der Pachtzins liegt dabei bei vier Euro.

Einen Grundsatzbeschluss, dass die Stadt zur Verpachtung von Flächen für PV-Anlagen an die 3-Täler-Bürgerenergie-Genossenschaft bereit sei, hat der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung gefasst.

 

Zuvor hatten Bürgermeister Jens Keucher, der auch Aufsichtsratvorsitzender der Genossenschaft sowie André Amon, Daniel Bonanno und Siegfried Dölker, die ebenfalls im Aufsichtsrat sind, den Abstimmungstisch verlassen.

Andere Kommunen im Blick

„Die Stadt ist selbst Gründungsmitglied der Genossenschaft, allerdings ist eine kostenfreie Überlassung von Dachflächen nicht möglich“, erläuterte Martin Sackmann, Sachgebietsleiter für Liegenschaften und Pacht.

Zu dem Pachtzins von vier Euro pro Kilowatt Peak (kwp) sei man mit Blick auf die Verträge anderer Kommunen gekommen. Dabei steht Watt Peak für die von Solarmodulen abgegebene elektrische Leistung.

Dächer bei Sozialstation

Mit der Bereitstellung kommunaler Dachflächen wolle die Stadt einen Beitrag zur Energiewende leistet, ist in den Sitzungsunterlagen zu lesen.

„Im Mai dieses Jahres wurde bereits ein Pachtvertrag zur Errichtung einer PVA auf der Fläche der Stellplatzüberdachungen des Sozialstation-Neubaus 3S (Maximalleistung 80 kwp = 80 000 kwh) mit der Genossenschaft geschlossen“, heißt es dort weiterhin. Ebenfalls liege eine Anfrage zur Verpachtung des Realschuldaches vor.

Kiosk und Rathaus

„Auch der Freibad-Kiosk und das Dach-Gebäude erhalten eine PV-Anlage“, nannte Reiner Wössner, Leiter des Stadtbauamtes, weitere Projekte. Die Solarmodule an der Grundschule Bergfelden würden in den nächsten Tagen in Betrieb gehen.

Auch für das Rathaus an der Oberen Hauptstraße sei eine Genehmigung eingeholt worden.

Künftige Verträge würden alle einzeln im Gemeinderat beraten werden, versicherte Stadtkämmerer Hans-Peter Fauser. In diesem Fall sei die Bürgerenergie-Genossenschaft auf die Verwaltung mit der Frage einer möglichen Verpachtung zugekommen, erläuterte er den vorherigen Kontakt.

Der Entscheidung, eine Verpachtung über eine Laufzeit von 20 Jahren möglich zu machen, stimmten 14 der Stadträte. Drei Mitglieder des Gemeinderates stimmten dagegen.