Daniela Kahlert, Geschäftsführerin der Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Claudia Fleischer, Geschäftsführerin der Roche Diagnostics GmbH, und Daniel Steiners, Vorstand der Roche Pharma AG, präsentierten am Mittwoch in Mannheim gemeinsam die Jahresergebnisse 2025 für Roche in Deutschland. Foto: Tanja und Patrick Hammel GbR

Im Jahr 2025 hat das Unternehmen mehr als 700 Millionen Euro in die deutschen Standorte investiert und seinen Umsatz um 4,7 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro gesteigert.

Daniel Steiners, Vorstand der Roche Pharma AG, sprach beim Jahrespressegespräch des Pharmariesen am Mittwoch von einem enormem Fortschritt im Bereich der Medizin und der Medizintechnik“. Dieser vollziehe sich „nicht in kleinen Schritten, sondern in großen Sprüngen“ und in geradezu atemberaubendem Tempo. Die Innovationsdynamik sei enorm, sagte Steiners.

 

„Einseitige globale Abhängigkeiten begrenzen“

Die industrielle Gesundheitswirtschaft gehöre zu den wenigen Industriesektoren, in denen Deutschland weiterhin eine internationale Spitzenposition einnehme. Vor dem Hintergrund eines zunehmend volatilen globalen Umfeldes gewinne die industrielle Gesundheitswirtschaft zudem auch an strategischer Bedeutung im Kontext der nationalen Sicherheitsfrage.

Gesundheitssystem „nicht kaputtsparen“

„Regierungen weltweit haben erkannt, dass die Bedeutung unserer Branche weit über Gesundheit und Patientenversorgung hinausgeht. Sie ist Teil der kritischen Infrastruktur und ein entscheidender Faktor für Wachstum, technologische Souveränität und Versorgungssicherheit”, betonte Daniel Steiners. „Wer einseitige globale Abhängigkeiten begrenzen und Resilienz stärken will, muss Standortbedingungen schaffen, die Wertschöpfung, Innovation und Wachstum ermöglichen. Dazu gehört auch ein attraktiver heimischer Markt, der den Absatz innovativer Produkte trägt.” In diesem Kontext warnte Steiners davor, im Gesundheitssystem zu sehr den Rotstift anzusetzen, „sonst sparen wir uns kaputt“.

Wirtschaftliche Stärke als Basis für Handlungsfähigkeit

Die Basis für Handlungsfähigkeit bleibe Deutschlands wirtschaftliche Stärke, zu der die industrielle Gesundheitswirtschaft erfolgreich ihren Beitrag leiste, wie Steiners herausstellte.

Vom im vergangenen Jahr gestiegenen Roche-Gesamtumsatz von rund 8,9 Milliarden Euro (+4,7 Prozent) erzielte die Pharma-Sparte einen Umsatzanteil von 2,2 Milliarden Euro (+6,3 Prozent). Dieses Ergebnis spiegele die hohe Nachfrage nach innovativen Therapien wie Vabysmo, Ocrevus, Evrysdi und Polivy wider und sei Ausdruck eines funktionierenden Innovationswettbewerbs sowie eines steigenden Versorgungsbedarfs in einer alternden Gesellschaft. Dabei würden die Therapien immer zielgerichteter, hielt der Vorstand der in Grenzach-Wyhlen ansässigen Roche Pharma AG fest.

Standortinvestitionen erreichen Rekordhöhe

Wie Claudia Fleischer, Geschäftsführerin der Roche Diagnostics GmbH in Mannheim und Penzberg, beim Jahrespressegespräch herausstellte, hat der Pharmariese im vergangenen Jahr in seine deutschen Standorte (Grenzach-Wyhlen, Penzberg, Ludwigsburg und Mannheim) insgesamt etwa 719 Millionen Euro investiert. Damit erreiche das Investitionsvolumen einen historischen Höchststand (Fleischer: „Ein Rekord.“) und unterstreiche das langfristige Bekenntnis des Unternehmens für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland.

Mitarbeiterzahl in Deutschland gestiegen

Genau 18 594 Mitarbeiter stehen bei Roche in Lohn und Brot – ein Plus von 338 im Vergleich zum Jahr 2024.