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Pforzheim Wer hat Lust auf Kommunalpolitik?

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Mirjam Bußmann und Peter Boch rufen Jugendliche dazu auf, sich zu bewerben: Wer sich im Jugendgemeinderat engagiert, kann seine Ideen für Pforzheim einbringen.Foto: Parage Foto: Schwarzwälder Bote

2020 ist zumindest für junge Pforzheimer ein Wahljahr: Sie entscheiden, wer dem vierten Pforzheimer Jugendgemeinderat angehören wird. Wer kandidieren möchte, kann ab sofort seine Bewerbung abgeben.

Pforzheim. In der Kommunalpolitik mitmischen? Das können in Pforzheim schon 14-Jährige. Ihre Plattform ist der Jugendgemeinderat, der alle zwei Jahre neu gewählt wird. Für Oberbürgermeister Peter Boch ist das Gremium "eine tolle Möglichkeit der Beteiligung". So wichtig es für die Verwaltung bereits ist, bei der Stadtentwicklung auch die Jugendlichen im Blick zu behalten: "Es ist noch einmal etwas ganz anderes, wenn sich die jungen Menschen selbst einbringen", meint Boch beim Pressetermin zur Wahl. Und zwar als eines von 20 Jugendgemeinderatsmitgliedern.

Zwischen 14 und 21 Jahren

Das neue, inzwischen vierte Gremium wird von 16. bis 29. November gewählt. Alle 14- bis 21-Jährigen, die ihren Hauptwohnsitz in der Goldstadt haben, können dabei ihre Stimme abgeben.

Wer eine Pforzheimer Schule besucht, muss dort wählen. An welchem Tag genau, das gibt die Stadt noch bekannt. Wer andernorts zur Schule geht, der gibt sein Votum an einer der zentralen Wahlstellen ab. Auch über diese wird die Verwaltung noch informieren.

Jugendliche, die kandidieren möchten, müssen ebenfalls zwischen 14 und 21 Jahre alt sein. Entscheidend sind dabei der erste und der letzte Wahltag. Wer also spätestens am 16. November 14 wird, kann antreten. Dasselbe gilt für alle, die am 29. November noch 21 sind. Auch für Bewerber ist der Hauptwohnsitz in Pforzheim Voraussetzung und sie dürfen nicht bereits Mitglied im "großen" Gemeinderat sein. Interessierte können sich noch bis 26. Juli bewerben.

Auf dem Bewerbungsformular, das in Schulen, in Jugendtreffs, im Rathaus sowie auf der Internetseite der Stadt zu finden ist, sollen die Kandidaten angeben, welche Erfahrung sie bereits mit der Politik, in Vereinen oder der Jugendarbeit gesammelt haben. Und sie werden nach ihren Zielen für die Arbeit im Gremium gefragt. Bewerbungen nimmt die Geschäftsstelle des Jugendgemeinderats entgegen.

Deren Leiterin Mirjam Bußmann wirbt dafür, zu kandidieren. Passend dazu steht auf den Plakaten, die in der Stadt und an Schulen aufgehängt werden: "Deine Meinung zählt! Jetzt bewerben!" Gesucht seien junge, engagierte Menschen, "die Lust haben, die Interessen der Pforzheimer Jugendlichen zu vertreten". Zudem sollten sie gerne mit anderen Jugendlichen und Erwachsenen konstruktiv zusammenarbeiten.

Vielfalt ist dabei erwünscht: "Es ist wichtig, dass der Jugendgemeinderat gemischt ist", erklärt Bußmann.

Auch im kommenden Gremium gibt es für die unterschiedlichen Schularten je zwei Sitze, dazu sollen maximal vier Studenten im Rat vertreten sein. Der aktuelle Jugendgemeinderat besteht aus sechs jungen Frauen und 14 Jungs.

Einfach sei es nicht, junge Menschen zu erreichen, berichtet Boch. Schon in seiner früheren Kommune – Boch war bis 2017 Bürgermeister in Epfendorf (Kreis Rottweil) – habe er versucht, ein junges Gremium zu etablieren. Das sei aber gescheitert, weil sich zu wenige Jugendliche beteiligt hätten. Er hofft, dass sich in Pforzheim dieses Mal viele Kandidaten finden.

Bei der Wahl 2018 waren es nur gut 30 Bewerber für die 20 zu vergebenden Plätze. Immerhin ist der Trend bei der Wahlbeteiligung positiv. Gaben 2016 lediglich sieben Prozent der wahlberechtigten Jugendlichen ihre Stimme ab, waren es zwei Jahre später schon 20 Prozent.

Beim Pressetermin klingt an, dass es unter den aktuellen Räten manchmal hoch hergehe. Fürs neue Gremium wünscht sich der OB deshalb einen ruhigeren Umgang. Und er möchte, dass auch der kommende Jugendgemeinderat, wenn er Themen ­platziert, Erfolge erlebt. Schließlich würden junge Menschen darauf brennen, das ihre Ideen umgesetzt werden. Bochs Botschaft: Jugendliche, die sich engagieren, können erleben, dass sie Gehör finden – nicht nur im ­eigenen Gremium, sondern auch im Pforzheimer Gemeinderat.

Weitere Informationen: www.jugendgemeinderat-pforzheim.de. Auch ist der JGR auf Instagram ("jgrpforzheim") und Facebook ("Jugendgemeinderat Pforzheim") vertreten

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