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Pforzheim Weichen werden im Herbst gestellt

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Die Ausmaße der neuen Räume seien notwendig für sehr viel Technik – und für den Katastrophenfall, bei dem die Hilfe auch von dort aus koordiniert werden müsste. Symbolbild. Foto: dpa

Enzkreis/Pforzheim - Feuerwehr und Rotes Kreuz koordinieren Notfall-Einsätze von der integrierten Leitstelle in Pforzheim aus – geht es nach den Krankenkassen, ist das keine ferne Vision mehr.

"Wir hoffen, dass wir das schnell realisieren können", sagen Hartmut Keller und Christian Kratzke von der AOK Nordschwarzwald: "Wir Kassen wollen durchaus, dass man Ende 2013 schon etwas sieht von der integrierten Leitstelle." Ein klares Bekenntnis von einem Hauptakteur in der Debatte. Sind für den Anteil der Feuerwehr die Stadt Pforzheim und der Enzkreis die Träger der Kosten, so sind das für die DRK-Hälfte die Kassen.

Zuletzt war die Finanzierung der Leitstelle, die vom Neubau der Stadtwerke Pforzheim (SWP) im Brötzinger Tal aus arbeiten soll, Gegenstand heißer Diskussionen bei den Kommunalvertretungen. Im Kreistag hatten sich die Meinungsverschiedenheiten über das Modell, die Millioneninvestition über Mietzahlungen an die SWP abzuwickeln, abgeschwächt. Im Herbst stehen im Kreistag und im Gemeinderat Pforzheim die entscheidenden Weichenstellungen an.

Zwischen den Partnern bestehe Einigkeit

Landrat Karl Röckinger ist überzeugt, dass die Leitstellen diese Nagelprobe überstehen: "Wir haben einen Verhandlungsstand erreicht, der stark danach aussieht, dass Unterschriften darunter gesetzt werden." Auch auf Seiten der DRK-Kostenträger herrscht Zuversicht. Zwischen den Partnern bestehe Einigkeit. Der Knoten der lange Jahre schwierigen Suche nach der gemeinsamen Lösung sei durchschnitten, so der stellvertretende AOK-Geschäftsführer Hartmut Keller.

Die Ausmaße der neuen Räume beschreibt er als notwendig für sehr viel Technik – und für den Katastrophenfall, bei dem die Hilfe auch von dort aus koordiniert werden müsste. Außerdem wäre man gerüstet für künftige bereichsübergreifende Leitstellen – also Einheiten für größere Gebiete als heute. "Wenn wir so etwas nach Pforzheim bekommen könnten, das wäre ein klares Ziel von uns Kostenträgern." Röckinger formuliert das zurückhaltender. Die geplante Leitstelle in Pforzheim wäre geeignet, weitere Partner ins Boot zu holen, "wenn die das wollen". Dass Innenminister Reinhold Gall vor einigen Wochen in Schömberg eher das Festhalten an kleineren Einheiten für die Leitstellen angesprochen hatte, habe ihn überrascht so der Landrat. Gerade mit Blick auf die ganz andere Vorgehensweise bei der Polizeireform.

Was macht eine Leitstelle? Wählt man im Raum Pforzheim die Telefonnummer 112, landet man in der Leitstelle der Feuerwehr, über die Nummer 19 222 beim Deutschen Roten Kreuz. Die Leitstellen sind 365 Tage im Jahr erreichbar. Ihre wichtigsten Aufgaben sind die Annahmen eingehender Notrufe und die Alarmierung von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Technischem Hilfswerk oder anderer Notfalldienste – je nach Art des Notfalls. Außerdem muss sichergestellt werden, dass im Falle eines weiteren Einsatzes noch Rettungskräfte und Fahrzeuge verfügbar sind. Leitstellen stehen über Telefon, Funk oder Datenleitungen miteinander in Verbindung.

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