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Pforzheim Viele Lieder aus alten Zeiten intoniert

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Franziska Tiedke (von links), Doreen DaSilva und Klaus Dusek konnten in Pforzheim überzeugen.Foto: Ketterle Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Wiedersehen mit der beliebten Sopranistin Franziska Tiedtke gab es kürzlich im Foyer des Theaters Pforzheim.

Pforzheim. Bei der aus bekannten Gründen speziell angeordnete Bestuhlung waren dennoch alle Plätze ausverkauft.

Als das Klavierquartett der Badischen Philharmonie Pforzheim unter Beifall das Foyer betrat, war klar, dass die Erwartungen des Publikums in Sachen Operettenmusik erfüllt würden. Die Leitung hatte Philipp Haag – Klavier (Flügel), Akkordeon. Attila Barta hantierte an der Violine, Klaus Dusek bediente den Kontrabass und Doreen DaSilva das Violoncello.

Das Konzert begann sehr schwungvoll mit dem "Ungarischen Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms. Nach diesem gelungenen Auftakt betrat Franziska Tiedtke die Szene und sang das Auftrittslied der Sylva Varescu aus Emmerich Kálmáns Csárdásfürstin "Heia, heia, in den Bergen ist mein Heimatland". Natürlich gab es großen Beifall – das Publikum war begeistert. Es ging flott weiter mit "Hör ich Cymbalklänge" und der Arie der Jolán aus Franz Lehárs "Zigeunerliebe".

Nach dem Walzer "Gold und Silber" op. 79 von Franz Lehár gab es nach einer humorvollen Überleitung durch Klaus Dusek aus Paul Linckes "Frau Luna" die berühmte Arie der Marie "Schlösser die im Monde liegen" zu hören.

Weiter ging es nach dieser wunderschönen Arie mit einer äußerst bekannten Melodie aus einem Film des legendären Regisseurs Billy Wilder "Ariane – eine Liebe am Nachmittag", eine schöne Frühlingsromanze mit Audrey Hepburn und Gary Cooper. Daraus erklang die Walzermelodie "Fascination" von Fermo Dante Marchetti.

Für dieses Stück wechselte Haag vom Flügel zum Akkordeon. Durch die Violine wurden die Erinnerung an den Film besonders geweckt.

Nachdem der Applaus verklungen war, kamen zwei Songs des Musicals "My fair Lady" von Frederick Loewe, gesungen von Tiedtke, an die Reihe. "Wart‘s nur ab", ein Song der Eliza Doolittle bei ihrem Sprachlehrer "Dr. Higgins", dem sie beweisen wollte die Sprache der feinen Gesellschaft zu beherrschen, folgte. Danach der ebenfalls bekannte Song "Ich hätt‘ getanzt heut Nacht". Beiden Liedern war erneut viel Applaus vom Publikum beschieden. "Wien bleibt Wien", wer kennt ihn nicht, diesen schwungvollen Marsch von Johann Schrammel. Auch hier griff Haag zum Akkordeon – der volle Einsatz des Quartetts machten die Wiener Schrammelmusik zum Hörgenuss.

Abstand bei innigem Stück wird gewahrt

Nun kam die Arie der Giuditta "Meine Lippen, sie küssen so heiß" aus Franz Lehárs "Giuditta". Dabei wurde natürlich besonders auf den aktuell erforderlichen Abstand zwischen der Sopranistin und dem Publikum geachtet.

Nach donnerndem Applaus wurde wieder das "Klavierquartett" mit dem berühmten Tango "Jalousie" von Jacob Gade aktiv. Akkorden und Violine boten hier mit Kontrabass und Violoncello Perfektion.

Für den Schluss des Konzertprogramms war die Ouvertüre von Gioacchino Rossini aus der "Barbier von Sevilla" an der Reihet. Nach einer Ansage von Tiedtke erklang unter vollem Einsatz des Klavierquartetts. Intendant Thomas Münstermann erklärte, dass Tiedtke künftig wieder regelmäßig im Musiktheater zu sehen sein wird. Die Freude und die Sehnsucht auf die neue Spielzeit sind groß. Hoffentlich können die Werke wie geplant aufgeführt werden, so der Intendant. Der anhaltende Beifall des Publikums machte eine Zugabe erforderlich. Diesem Wunsch kam Tiedtke gerne nach. Mit dem Sektglas in der Hand gab sie das bekannte "Schwipslied" aus der Operette "Eine Nacht in Venedig" von Johann Strauß zum Besten. Unter jubelndem Beifall endete dieser gelungene Konzertabend.

Die gemütliche Begegnung von Künstlern und begeisterten Zuschauern ließ für eine kurze Zeit die aktuelle Corona-Krise und die damit einhergehenden Entbehrungen in den Hintergrund treten.

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