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Pforzheim Turbulentes Bienenprojekt "endlich am Start"

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Domino Arbter, Ireen Beer und Meike Seeger (von links) kümmern sich um das Beet mit Sonnenblumen, verschiedenen Kräutern und Tomaten, das sie im Rahmen von "BEEsy Mission" auf dem Campus angelegt haben. Foto: Hochschule Pforzheim Foto: Schwarzwälder Bote

Pforzheim. An der Hochschule Pforzheim startet nun endlich das große Summen: Nachdem im Mai das neue Bienenhaus des Projekts ­"BEEsy Mission" entwendet worden war, seien nun endlich eine Königin und ihr Volk an der Tiefenbronner Straße eingezogen. Studenten unterschiedlicher Studiengänge und Fachsemester arbeiteten im interdisziplinären und fakultätsübergreifenden Projekt "BEEsy Mission" daran, dieses Bienenvolk auf dem Campus zu etablieren und Honig zu gewinnen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Projekt zeichne sich durch seinen innovativen Lehransatz mit notwendiger Kooperation aus. Die Studierenden könnten nahezu ohne Vorgaben oder Vorarbeiten agieren, lediglich das Budget ist fest. Die Projektarbeit findet im Rahmen des Wahlpflichtangebots der Hochschule statt und wird als innovatives Lehrprojekt im Rahmen von "Humus Plus" vom Land Baden-Württemberg gefördert.

"Wir hatten leider keinen guten Start, da unser erstes Bienenhaus entwendet wurde, kurz bevor die Bienen einziehen sollten", so Projektmitglied Franziska Eberle. Trotz einer ausgiebigen Suche, einer Anzeige bei der Polizei und einem Finderlohn blieb das Haus verschwunden. Dadurch sah sich das Projektteam zunächst vor organisatorische und finanzielle Herausforderungen gestellt.

Mit viel Engagement und Unterstützung sei es in kurzer Zeit gelungen, ein neues Zuhause für die Bienen zu beschaffen. So konnte das Bienenvolk zeitnah auf dem Campus einziehen. "Der Standort ist perfekt geeignet. Durch die große Grünfläche und den direkten Zugang zum Wald befinden sich hier optimale Nahrungsquellen", erklärt Projektmitglied Cindy Fernandez die Wahl des Standorts. Das Volk, das Anfang Juni auf dem Campus einzog, stammt von einem lokalen Imker. Von nun an stehe insbesondere die Pflege der Bienen auf dem Projektplan. Dazu gehörten neben dem regelmäßigen Putzen des Bienenstocks auch die Kontrolle der Brut und eine Behandlung gegen potenzielle Schädlinge. Da die Bienen fleißig Nektar sammelten, könne bereits dieses Jahr die erste Honigernte stattfinden, bevor das Volk für den Winter vorbereitet wird.

Interesse an den Tieren

"Im Projekt hat sich ein tolles Team aus Studierenden und Professoren zusammengefunden. Mit dabei sind Studierende aus den Studiengängen Ressourceneffizienz-Management, Einkauf und Logistik, Wirtschaftsrecht, International Marketing und Marketing Intelligence. Dabei halten wir kein klassisches Seminar ab, sondern verfolgen einen projektorientierten und forschenden Lehransatz", erklärt Frank Bertagnolli, der sich weniger als Dozent, sondern mehr als Coach versteht. Er rief das Projekt aufgrund seines Interesses an Bienen ins Leben.

Die Studenten führten den gesamten Projektverlauf und die Organisation selbstständig durch. So lernten sie agiles Projektmanagement unter realen und teilweise unbekannten Bedingungen kennen. "Sie müssen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und tragen damit auch ein gewisses Risiko", so Bertagnolli. Ein weiterer Vorteil gegenüber einem klassischen Seminar bestehe in der Vielfalt der Aufgaben. So könnten die Studenten ihre fachspezifischen Kompetenzen optimal einsetzen. Die Prüfungsform besteht aus einem Portfoliobericht und einem Videobeitrag für ein Magazin im lokalen Fernsehsender.

Neben der Tier- und Materialbeschaffung sowie dem Aufbau des Bienenhauses entstehen viele weitere Aufgaben: Projektmanagement, Organisation, rechtliche Fragestellungen, Vermarktung des Honigs, Kommunikation oder Budgetcontrolling. Die Studenten sehen den Rahmen als Chance, um ihr theoretisch fundiertes Wissen in der Praxis anzuwenden.

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