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Pforzheim Touristen dürfen nach den Sternen greifen

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Tourismusdirektor Wolfgang Trautz zeigt die "Sternsammler"-App. Auch für das Aufsuchen der Schloßkirche winkt den Nutzern ein Stern. Foto: Schwarzwälder-Bote

Pforzheim. Dass "Sterne des Südens" nach Urlaub klingt, wussten nicht nur die Macher einer ARD-Serie aus den 1990er-Jahren, sondern auch die neun kreisfreien Städte in Baden-Württemberg, darunter Pforzheim, die sich im Marketingkreis Städtetourismus gemeinsam unter diesem Slogan präsentieren. Das 1999 gegründete Bündnis arbeitet daran, Lust auf Städtereisen im Südwesten zu machen – in der Saison 2013 mit der gemeinsamen, kostenlosen App "Sternsammler" für Smartphones und Tablet-Computer. Sie macht den Städtetrip zur Schnitzeljagd und unterstützt Reisende dabei, ausgewählte Orte zu besuchen und auf Erkundungstour zu gehen.

Über eine Karte weist die Software Reisenden per GPS den Weg zu den einzelnen Zielen – Pforzheim bietet zwölf davon, etwa die Schloßkirche sowie das Kulturhaus Osterfeld – und sammelt den Stern ein, sobald man sich dem Ort nähert. Insgesamt gibt es in den neun Städten 89 Sterne zu entdecken. Je nachdem, wie viele und welche Ziele man ansteuert, winken digitale Orden und kleine Sofortgewinne, um die Sammellust zu steigern.

Für den Pforzheimer Tourismusdirektor Wolfgang Trautz und seine Kollegen steht natürlich der Werbeeffekt im Mittelpunkt – und dort bietet die App für iOS- und Android-Systeme beträchtliches Potenzial. Denn auf Wunsch kann der "Sternsammler" eigene Funde den Freunden und Bekannten auf Facebook und Twitter mitteilen. Lukas-Pierre Bessis von der verantwortlichen Stuttgarter Werbeagentur BPPA nennt dies den "viralen Hebel". "Seit dem Start der Marketingkampagne in der vergangenen Woche wurde die App etwa 750 mal heruntergeladen", so Bessis. Keine überwältigende Zahl, doch die Pointe am viralen Marketing ist die Vervielfachung über soziale Netzwerke und Blogs. Bessis und seine Kollegen gehen von etwa 130 Kontakten pro Person auf Twitter und Facebook aus. Wenn jeder der bislang 750 "Sternsammler"-Nutzer seine Funde an die Personen in seiner Freundesliste weiterleitet, ergibt dies eine Reichweite von 97 500 Personen, welche die Meldungen wiederum ebenfalls teilen können, wodurch sich die Kampagne wie ein Virus verbreiten würde – ohne Mehrkosten.

Die Bündelung finanzieller Mittel ist ein zentraler Faktor für die Mitgliedschaft im Marketingkreis. "Wir als Stadt Pforzheim könnten uns solch eine Kampagne gar nicht leisten", sagt Trautz. Erst gemeinsam und durch Gelder des Landes sei die Werbeaktion möglich gewesen. Die startete vergangene Woche ganz in der Tradition viraler Vorbilder: Ein Youtube-Video (http://tinyurl.com/qb42xbq) zeigte unkommentiert einen Einbruch ins Stuttgarter Daimler-Museum. Kurz darauf tauchte dann ein zweites Video auf, in dem die Macher erklären, was dahintersteckt – und dass man an Sterne auch einfacher kommen kann.

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