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Pforzheim Mit einer Stiftung gegen das Vergessen

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Mit Interesse schaut Ex-Landtagsvizepräsident Alfred Geisel (SPD) in die Unterlagen, die Museumsgründer Klaus Knabe dem Gastredner Eberhard Diepgen, der früheren Landtagsabgeordneten Birgit Kipfer (SPD) und OB Gert Hager (von links) zeigt. Geisel und Kipfer engagieren sich mit Politikern von CDU, FDP und Grünen bei "Gegen Vergessen – für Demokratie". Foto: Schwarzwälder-Bote

Pforzheim. Längst ist aus der Sammlung des Pforzheimers und früheren DDR-Bürgers Klaus Knabe zur Geschichte des SED-Staats ein Museum geworden, das weit über die Grenzen der Stadt ausstrahlt. Um die Zukunft der Einrichtung zu sichern, haben der Verein "Gegen das Vergessen" als Trägerverein des Museums, die Initiative "Gegen Vergessen – Für Demokratie" und Pforzheims OB Gert Hager zur Gründung einer Stiftung aufgerufen. Am Samstag stellten die Initiatoren im Reuchlinhaus das Projekt vor.

Als Gastredner warb der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen (CDU), vor rund 100 Gästen aus Wirtschaft und örtlicher Politik um Unterstützung und vor allem finanzielle Beteiligung. Es sei gerade hier im weit entfernten Südwesten Deutschlands wichtig, die Erinnerung aufrecht zu erhalten, sagte Diepgen. In Berlin sei zu beobachten, dass sich Touristen – junge Leute – in den Uniformen der alten DDR-Grenztruppen fotografieren ließen. Die Erinnerung verblasse, wichtig sei aber das Gegenteil. "Damit diejenigen, die in eine solche Uniform steigen, sich schämen", fügte er an.

"Aus der Geschichte kann gelernt werden", sagte Diepgen. "Die Gefährdung des Menschen durch den Menschen kann erkannt und ihr kann begegnet werden." Eine politische statt einer unabhängigen Justiz drohe bereits da, wo in laufenden Strafprozessen die Forderung an die Politik laut werde, auf strenge Urteile hinzuwirken. Das DDR-Museum sei zudem wichtig für viele Menschen aus Deutschlands Osten, die in und um Pforzheim eine neue Heimat gefunden hätten.

Die Stadt hat ein Treuhandkonto eingerichtet, so dass erste Spenden und Stiftungsbeiträge möglich sind. Die Gründung soll am 6. November im Beisein von Joachim Gauck, dem früheren Beauftragten des Bundes für die Stasi-Akten, erfolgen.

 
 

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