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Pforzheim Intendant: "Wir vermissen Sie auch"

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Peter Oppermann (von links), Chefdramaturg und Stellvertreter des Intendanten in künstlerischen Fragen, Guido Markowitz, Ballettdirektor/Choreograf, Uwe Dürigen, Verwaltungsdirektor, Robin Davis, Generalmusikdirektor ab der Spielzeit 2020/2021, Thomas Münstermann, Intendant, Manfred Selzer, stellvertretender Verwaltungsdirektor, und Markus Löchner, Leiter des Schauspiels/Regisseur.Foto: Sebastian Seibel Foto: Schwarzwälder Bote

Eigentlich befindet sich das Theater Pforzheim mitten in der Spielzeit 2019/2020. Demnach hätte im Musiktheater Ende März die Premiere des Musicals "Titanic" angestanden, Mitte Mai die Uraufführung des Auftragswerkes der Musical-Oper "Katharina Kepler".

Pforheim. Im Schauspiel Mitte April das Gerhard Hauptmann Stück "Vor Sonnenaufgang" und im Ballett Anfang Mai die Premiere von "Tanz pur 5" im Gasometer. Doch dann kam alles anders.

In einer Pressemitteilung erklärt die Theaterleitung, wie sehr sich unser aller Leben in den vergangenen Wochen und Monaten verändert hat. Die Pandemie durch das Corona-Virus fordert vollständig veränderte Verhaltensweisen und auch das kulturelle Leben unterliegt drastischen Einschränkungen. Aus gesellschaftlichem Gemeinsinn ist das körperliche Abstandhalten zu einer Notwendigkeit geworden. Denn nur so ist es möglich, mit der ernstzunehmenden Covid-19-Erkrankung mitmenschlich und solidarisch umzugehen. Auch für das Theater Pforzheim bedeutet dies seit dem 13. März eine Einstellung des Theater- und Probenbetriebes.

Vielseitigkeit gelobt

Während der Fertigstellung und Lieferung des neuen Spielzeitheftes 2020/2021 verschärfte sich die Corona-Krisenlage. So fand die Präsentation auch erstmals digital per Pressemitteilung statt.

In der Spielzeitübersicht finden sich die Planungen der Theaterleitung, die mit mehreren Jahren Vorlauf entwickelt und zeitnah in Druck gebracht wurden. Nach den Worten des Intendanten Thomas Münstermann sind die Spielzeitpläne "ein Versprechen an die Zukunft, die sich natürlich anders gestalten wird, als wir uns das alle vorstellen konnten. Wir werden wieder Theater spielen und Sie werden wieder unser Publikum sein. Unser aller Sehnsucht ist Begegnung auf der Bühne und im Zuschauerraum und über die Rampe hinweg. Unser Verlangen ist es, für Sie auf der Bühne stehen zu können. Wir wissen, dass Ihnen das Theater fehlt. Wir vermissen Sie auch."

Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch lobt in seinem Grußwort zum neuen Spielzeitheft die Vielseitigkeit des Dreisparten-Ensemble-Theaters, was sich mitten im Herzen der Stadt Pforzheim befindet. Auch in Zukunft besteht die Herausforderung darin, diverse Bevölkerungsgruppen zusammenzuführen. Diese Aufgabe nimmt das Theater erfolgreich und mit spürbarer Leidenschaft wahr.

Erneut stellt sich das Theater Pforzheim der Aufgabe das Publikum zu begeistern. Sinnlich, leidenschaftlich, humorvoll und mit dem Bestreben, Widersprüche unserer Zeit aufzudecken – so gestalten sich die geplanten Premieren der kommenden Spielzeit 2020/2021.

Als Spielzeiteröffnungs-Premiere der Sparte Musiktheater ist im Jubiläumsjahr von Ludwig van Beethoven dessen einzige Oper "Fidelio" für den 18. September geplant. Die Premiere "Der Mann von La Mancha" als Musical von Mitch Leigh folgt im Oktober. Giuseppe Verdis Oper "La Traviata" dann im November, die Operette "Ball im Savoy" von Paul Abraham im November, die Oper "Ein Sommernachtstraum" von Benjamin Britten im Januar 2021.

Das Musical-Ballett "Freedom" von George Michael im März des nächsten Jahres.

Frank Nimsgern ist kein Unbekannter im Pforzheimer Theater. Gemeinsam mit Intendant Thomas Münstermann hat er die Musical-Oper "Kirchenmaler, Bauernkrieger – Das Rätsel um Jörg Ratgeb" komponiert. Die Uraufführung dieses Auftragswerks ist für Mai 2021 vorgesehen.

In der Sparte Schauspiel sind folgende Premieren geplant: Im September 2020 "Shakespeare in Love" von Marc Norman und Tom Stoppard, die Komödie "Funny Money" von Roy Cooney sowie "Ronja Räubertochter" nach Astrid Lindgren jeweils im November. Das Schauspiel "Der Trafikant" nach dem Roman von Robert Seethaler im März 2021, gefolgt von dem Schauspiel "Dancer in the dark" von Patrick Ellsworh nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier im April 2021.

In der dritten Sparte setzt der Ballettdirektor Guido Markowitz Beethovens Musik in dem Ballett "Beethovens Neunte – Freude, schöner Götterfunken" in Szene. Die Premiere im großen Haus ist für Januar 2021 vorgesehen. Weitere Premieren sind die beiden Ballettabende im Mai 2021. Den Auftakt macht "Tanz pur 6" im Podium gefolgt von "Junge Choreografen" in der Hochschule Pforzheim.

Im Podium erfolgt im September 2020 die Premiere "Die Zofen" von Jean Genet, die Komödie "Kleine Ehe-Verbrechen" von Eric-Emmanuel Schmitt im November. Für Februar 2021 ist "Das Beste aller möglichen Leben" von Noah Haidle und für Juni "Verbrennungen" von Wajdi Mouawad geplant.

Die Kinder und Jugendlichen kommen ebenfalls nicht zu kurz. Die Premieren der Stücke "Wutschweiger" von Jan Sobrie und Ravel Ruell, das "Wunschkind" nach dem Bilderbuch von Lilli L’Arronge und "Räuberhände" von Finn-Ole Heinrich sind für Oktober, Dezember sowie Februar 2021 geplant.

Auch die beliebten "Extras" fehlen nicht in der Planung. Für den 27. September ist ein Tag der offenen Tür vorgesehen. An Heiligabend die "Weihnachts-Benefizgala", der 38. Bühnenball am 27. Februar 2021, eine Benefizgala des Balletts zugunsten der Aids-Hilfe am 20. März 2021 sowie das Theaterfest mit der Gala "Glanzlichter" am 17. Juli 2021.

Im CongressCentrum Pforzheim sind über die Spielzeit sechs Sinfoniekonzerte der Badischen Philharmonie Pforzheim mit unterschiedlichen Instrumentalsolisten geplant. Das 3. Konzert "Daphnis et Chloé" von Ravel wird von dem Gastorchester der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und dem Deutschen Kammerchor präsentiert. Zwei Kinder- und ein Jungendkonzert sind für das Große Haus im Theaters vorgesehen.

Soweit die Planungen vor der Corona-Pandemie. Nach Aussage der Theaterleitung werden die Vorhaben voraussichtlich geändert werden müssen, ohne aktuell sagen zu können, wie dies im Einzelnen aussehen wird.

"In die Zukunft blickend: Wir werden die Rückbesinnung auf die Einzigartigkeit eines Live-Erlebnisses wahrnehmen. Die Digitalisierung bietet uns viele Möglichkeiten, sie kann aber die Wärme und sinnliche Qualität eines gemeinschaftlichen künstlerischen Erlebnisses nicht ersetzen", so die Worte des Verwaltungsdirektors Uwe Dürigen.

Noch ist offen, ab wann das Theater seinen Proben- und Spielbetrieb wieder aufnehmen kann.

Das neue Spielzeitheft 2020/2021 ist ab sofort im Kassenvorraum des Pforzheimer Theaters erhältlich. Dieser ist derzeit dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Die Abonnenten erhalten das neue Heft per Post zugesandt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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