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Pforzheim In 160 Tagen um die halbe Welt

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Adelheid Keller und Paul Spahr im Outback von Australien. Foto: sb

Straubenhardt/Sternenfels - Nicht mit Schnee und Tannenbäumen, sondern mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel haben Adelheid Keller und Paul Spahr aus Sternenfels Weihnachten gefeiert. Die beiden pensionierten Rektoren haben von Ende Oktober bis Anfang April in genau 160 Tagen einige Länder der Südhalbkugel bereist.

"Ich wusste schon immer, dass ich später mal eine Weltreise machen möchte", erzählt die ehemalige Rektorin der Grundschule in Feldrennach strahlend. Die Bedingung für die Reise jedoch stellte ihr Lebensgefährte: "Die Sonne soll scheinen und es muss warm sein und dies ist im Winter nur auf der Südhalbkugel der Fall."

Und so begann die Reise in Richtung Süden mit lediglich zwei Koffern und zwei Rucksäcken. Ihr erstes Ziel war Südafrika. "Dort hatten wir ein spannendes Erlebnis. Unser Auto hatte einen Platten und alle Weißen sind vorbei gefahren, lediglich die Einheimischen haben uns geholfen, den Reifen zu wechseln." Die beiden wollten auf ihrer Reise nicht nur etwas erleben, sondern in Swasiland auch ein Geschenk überreichen. Mit Tüten voll Stiften, Stofftieren und Luftballons wollten Sie das Projekt "Wir für Swasiland" unterstützen. Dieses wurde an Adelheid Kellers ehemaliger Schule gegründet und setzt sich für Waisenkinder in Swasiland ein.

Ein neugieriger Affe versuchte allerdings, die Pläne der beiden zu durchkreuzen. Er vermutete in der Geschenktüte etwas Essbares und stahl sie. Enttäuscht musste er jedoch feststellen, dass in der Tüte lediglich Stofftiere waren. Nachdem der Affe seine Beute zurückgelassen hatte, konnten sie die Geschenke wie geplant übergeben. "Die Freude über jedes noch so kleine war riesig", berichten die beiden.

Mit diesen schönen Erfahrungen machten sie sich auf nach Australien. Dort angekommen, sollte es mit einem Camper quer durchs Outback in Richtung Sydney gehen. Den beiden ist heute noch anzumerken, dass sie früher unterrichtet haben, denn mitten in der Wildnis, wollten sie wissen, wie der Unterricht für die Kinder hier funktioniert. "Durch die endlose Weite sind wir ein bisschen zu Einsiedlern geworden und ich habe es fast nicht ausgehalten in der Stadt", stelle Paul Spahr am Zielort fest. Trotz der großen Entfernung wollten sie auf bestimmte Traditionen nicht verzichten, denn inzwischen war Weihnachten gekommen. Bei Plusgraden und blauem Himmel feierte das Paar das Fest der Liebe.

Am Ende der Weihnachtszeit setzten sie ihre Reise in Neuseeland fort. Hier besuchten sie einen besonderen Ort, Christchurch. Dieser wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. "Im Hotel stand eine Taschenlampe und Verhaltensregeln für den Fall einer Erschütterung bereit." Auf die Frage, ob sie keine Angst gehabt hätten, meinten sie: "Wir waren ein bisschen nervös, aber wir waren ja immer zu zweit." Ihre erste Erschütterung war zum Glück eine harmlose. Mit diesem Schrecken im Gepäck suchten sie Erholung auf den Osterinseln. Was Sie aber nicht wussten, war, dass dort – zu jener Zeit – das "Tapatifestival" gefeiert wurde. Jedes Jahr finden um diese Zeit Wettkämpfe statt, nach denen der Gewinner zum König gekrönt wird. Von den Osterinseln ging es hoch hinaus nach Peru, wo sie ein altbewährtes Mittel gegen die Höhenkrankheit versuchten: Koka-Blätter. "Es schmeckte sehr bitter und eklig", berichten die beiden. Die Krönungszeremonie auf den Osterinseln sollte nicht die einzige bleiben. Nach ihrem Besuch in Bolivien und Chile kamen sie passend zur Papstwahl in Argentinien an. "Wir haben so viel Unvergessliches erlebt, wir könnten Tage erzählen." Die Wärme und die Sonne haben sie nach ihrer Ankunft aus Uruguay am meisten vermisst.

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