Neues Angebot der Hochschule Pforzheim: "StudiumPLUS Maschinenbau" und "StudiumPLUS Mechatronik". Im Rahmen des neuen kooperativen Studienmodells der Fakultät für Technik können in nur fünf Jahren zwei berufsqualifizierende Abschlüsse erworben werden. Foto: Hochschule Pforzheim

Angebot "StudiumPLUS" kombiniert Berufsausbildung und Ingenieurstudium.

Pforzheim - Schneller mehr erreichen: Im Rahmen des neuen kooperativen Angebots "StudiumPLUS" der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim können in fünf Jahren zwei berufsqualifizierende Abschlüsse erworben werden.

Angehende Industriemechaniker beziehungsweise Feinwerkmechaniker können ihre Berufsausbildung mit dem Bachelor-Studium "Maschinenbau/ Produktionstechnik und -management" oder "Maschinenbau/Produktentwicklung" sowie angehende Mechatroniker ihre Berufsausbildung mit dem Bachelor-Studium "Mechatronik" verbinden.

Erste Kooperationsunternehmen sind die Mahle Behr GmbH & Co. KG, Werk Mühlacker, die OBE GmbH & Co. KG in Ispringen, die SÜSS MicroTec Lithography GmbH in Sternenfels (Oberderdingen) sowie die ADMEDES GmbH in Pforzheim.

Bewerbung ab sofort möglich

Anwärter für den Ausbildungsbeginn im September 2020 können sich ab sofort bei diesen Unternehmen bewerben, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule. "Unser neues Modell bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in die akademische Ausbildung, finanzielle Sicherheit im Studium sowie die attraktive Doppelqualifikation von Berufsabschluss und Bachelor of Engineering bei einer Zeitersparnis von bis zu zwei Jahren", so Jürgen Wrede, Leiter des Fachbereichs Maschinenbau, der das neue kooperative Studienmodell gemeinsam mit seinem Kollegen aus der Mechatronik Guido Sand leitet.

Weitere Projektpartner des neuen kooperativen Angebots sind die Clusterinitiative Hochform, die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald, die Handwerkskammer Karlsruhe/Außenstelle Pforzheim, die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim sowie die Heinrich-Wieland-Schule Pforzheim.

Das Modell "StudiumPLUS" verbinde praktische Berufsausbildung und Bachelor-Studium in aufeinanderfolgenden zeitlichen Blöcken. Diese Blöcke orientieren sich an den Semesterzeiten. Nach einer einführenden Präsenzphase im Lehrbetrieb von sechs (Maschinenbau) bis zwölf Monaten (Mechatronik) erfolgen die ersten beiden Semester an der Hochschule. Nach einer weiteren Präsenzphase im Unternehmen im dritten Ausbildungsjahr, steht im vierten und fünften Ausbildungsjahr das Studium im Fokus.

Bachelorthesis schreiben

Sämtliche vorlesungsfreie Zeiten verbringen die Programmteilnehmer in ihren Unternehmen – und absolvieren auf diese Weise in mehreren Abschnitten ihr Praxissemester, das im regulären Bachelor-Studium zusammenhängend im fünften Semester erfolgt. Auch die Bachelor-Thesis wird im Ausbildungsbetrieb geschrieben.

"Wir sind stolz, unser Studienangebot ab sofort um das Modell der kooperativen Studiengänge erweitern zu können und dadurch noch attraktiver für unsere Bewerber zu werden. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis entspricht dabei dem Selbstverständnis unserer Hochschule als Institution für Angewandte Wissenschaften: Die Programmteilnehmer erlangen die Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen und neue Konzepte für ihr Berufsbild zu entwickeln. Wir freuen uns zudem über den engen Austausch mit den Kooperationsunternehmen", so Wrede. Diese würden nicht nur von der frühzeitigen Bindung sehr guter Absolventen an ihr Unternehmen profitieren, sondern auch vom langfristigen Austausch mit der Hochschule - beispielsweise in Form von Forschungskooperationen.

Die Hochschule setzt auf weitere Unternehmenspartner sowie erweiterte Kombinationen mit verschiedenen Ausbildungsberufen, wie zum Beispiel Werkzeug-, Zerspanungs- oder Präzisionsmechaniker und Produktdesigner. "Unternehmen, die das neue ›StudiumPLUS‹ in Kooperation mit der Fakultät für Technik anbieten wollen, können gerne auf uns zukommen", so Wrede.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: