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Pforzheim Ein Symbol der Freundschaft

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Der Pforzheimer Künstler Rene Dantés mit seiner Skulptur, die im tiefsten Russland die deutsche Seele auf einem neu geschaffenen Platz vertreten soll.Foto: @ Stadt Pforzheim Foto: Schwarzwälder Bote

Als Zeichen der Freundschaft zwischen Pforzheim und der Partnerstadt Irkutsk wird im Stadtzentrum von Irkutsk im Herbst ein Pforzheim-Platz eingeweiht.

Pforzheim/Irkutsk. Die Partnerschaft der beiden Städte besteht in diesem Jahr seit mehr als 20 Jahren. Der Pforzheimer Künstler René Dantes hat zu diesem Anlass eine Skulptur gestaltet.

Bevor die Skulptur auf Reisen geht, hat der Künstler das fertiggestellte Werk "Inspiration" in Anwesenheit der Vorsitzenden der Deutsch-Russischen Gesellschaft Pforzheim und Enzkreis, Katharina Leicht, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Pforzheim Calw, Stephan Scholl, Rolf Benzinger von der gleichnamigen Spedition und der Städtepartnerschaftsbeauftragten der Stadt Pforzheim, Susanne Schreck, der Presse vorgestellt.

Die Skulptur wird im Juli nach Irkutsk transportiert und ist ein Geschenk an die Irkutsker Bürgerschaft. Die Idee dazu hatte die Deutsch-Russische Gesellschaft. Auf Vermittlung von Oberbürgermeister Peter Boch hat sich die Sparkasse Pforzheim Calw mit einer Spende beteiligt.

"Durch den Pforzheim-Platz wird die Partnerschaft zwischen Pforzheim und Irkutsk für die Bürgerschaft sowie die Besucher Irkutsks greifbar und durch die Skulptur von René Dantes auch weithin sichtbar. Das unterstützten wir gerne", freut sich Scholl. Ebenfalls wird dieses Projekt von der Spedition Rolf Benzinger unterstützt, die den Transport übernimmt und organisiert.

Geplant ist die Eröffnung des Pforzheim-Platzes am 15. Oktober dieses Jahres. Dazu ist neben Oberbürgermeister Boch auch der Ballettdirektor Guido Markowitz eingeladen. "Das Pforzheimer Ballett plant einen künstlerischen Austausch mit Irkutsk. Und so kam die Idee auf, dass Ensemblemitglieder des Pforzheimer Balletts die Einweihung des Platzes mitgestalten", erklärt die Städtepartnerschaftsbeauftragte Susanne Schreck. "Noch ist alles im Zeitplan. Aber die Corona- Pandemie macht uns Sorgen. Wir haben natürlich die Lage im Blick und sind in engem Austausch mit der Stadtverwaltung Irkutsk."

An der Einfahrt zur historischen Innenstadt

Der "Platz der Freundschaft zwischen den Städten Pforzheim und Irkutsk" liegt an der Einfahrt zur historischen Innenstadt, dort, wo die Brücke über die knapp 1000 Meter breite Angara führt.

Täglich fahren morgens Zehntausende von Menschen über die Brücke auf den Platz zu und sehen die Skulptur, die den Namen "Inspiration" trägt. "Mit ihren sich weitenden Schwingen könnte sie als ein Schutzsymbol über unsere Freundschaft verstanden werden", findet jedenfalls der Künstler Dantes.

Der Platz, unweit vom Rathaus und in der Nähe vieler internationaler Hotels, soll die Atmosphäre deutscher Plätze nach Irkutsk transportieren – so die Absicht der Stadtplaner. Die Idee in Irkutsk einen Platz zu errichten, um die Bürgerschaft auf die Städtepartnerschaft mit Pforzheim aufmerksam zu machen, entwickelten Irkutsker Jugendliche im Jahr 2017 auf der Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz in Krasnodar. "Sehr gerne habe ich, zusammen mit der Vorsitzenden der Russisch-Deutschen Gesellschaft Irkutsk, Oksana Sobol, diesen Vorschlag aufgegriffen und weiter verfolgt. Die beiden Stadtverwaltungen haben dieses Projekt aktiv unterstützt. Das war wichtig, denn es ist ein komplexes Projekt, das uns vor viele Herausforderungen stellt, aber auch unsere Zusammenarbeit weiter vertieft", sagt Katharina Leicht, Vorsitzende der Deutsch-Russischen Gesellschaft Pforzheim und Enzkreis.

Im Februar war zur Vorbereitung aus Irkutsk eine dreiköpfige Architektendelegation in Pforzheim, um die Planung für das Aufstellen der Skulptur und den Platz mit Dantes abzustimmen.

Da der Pforzheim-Platz in Irkutsk auch ein Begegnungs- und Erholungsort für Familien sein soll, hatte sich die Delegation über Pforzheimer Spielplätze und Gestaltungselemente für Kinder informiert. Wie der leitende Architekt von Irkutsk, Sergej Aleksandrow, erklärte, möchte man "den Details wie Bänken, Behältern und kleineren Elementen für Kindern besondere Aufmerksamkeit schenken" – die deutsche Seele solle auf diesem Platz spürbar sein.

Nun bleibt zu hoffen, dass trotz der Corona-Pandemie die Übergabe der Skulptur und der Austausch bei der feierlichen Begegnung im Herbst stattfinden kann.

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