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Pforzheim Ein konstruktiver Austausch

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Verantwortliche von Stadtverwaltung und Gemeinderat beraten über die Weiterentwicklung des Gestaltungsbeirats.Foto: Stadt Pforzheim Foto: Schwarzwälder Bote

In einem konstruktiven Austausch haben Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch, Bau- und Planungsdezernentin Sibylle Schüssler und die Mitglieder des Gestaltungsbeirats gemeinsam mit Vertretern der Gemeinderatsfraktionen Ideen erarbeitet, wie der Beirat seine Beratungstätigkeit künftig in einer weiterentwickelten Form wahrnehmen kann.

Pforzheim. "Unser Ziel muss es sein, den Gestaltungsbeirat mit einem belastbaren Fundament auszustatten, damit er auch weiterhin in einem konstruktiven Dialog an der baulichen Weiterentwicklung unserer Stadt mitwirken kann", fasst Peter Boch die Zielsetzung in einer Pressemitteilung zusammen. "Die heute erarbeiteten Grundlagen sind aus meiner Sicht genau das, was wir als Stadt brauchen", zeigt sich Boch mit dem Gespräch zufrieden. Er wünscht sich, dass die Verwaltung daraus einen Vorschlag für die politischen Gremien erarbeite, der eine möglichst breite Mehrheit im Gemeinderat erhalten werde.

Als mögliche Ansätze für eine Weiterentwicklung haben Verwaltung, Ratsmitglieder und Gestaltungsbeirat mehrere Felder ausgemacht: So soll die Transparenz der Beiratstätigkeit für Gemeinderat und Öffentlichkeit weiter gesteigert werden, indem Ortstermine unter Beteiligung des Gemeinderats ermöglicht und Sitzungen grundsätzlich öffentlich abgehalten werden.

Zudem solle geprüft werden, ob die Zahl der jährlich stattfinden Sitzungen erhöht oder bei bereits vorgestellten Vorhaben durch geeignete digitale Formate ergänzt werden kann, um Abläufe im Entwicklungsprozess weiter zu beschleunigen. Ergänzend zu den Beratungssitzungen könnten Gestaltungsbeirat, Verwaltung und Gemeinderat ein- bis zweimal jährlich zu Vernetzungs- und Diskussionsrunden zusammenkommen, um sich regelmäßig über den Fortgang eingereichter Vorhaben und die Tätigkeit des Fachgremiums auszutauschen. Die Beratung durch den Gestaltungsbeirat behalte ihren empfehlenden Charakter, in städtebaulich prägnanten Fällen soll künftig noch stärker auf das Beratungsangebot hingewiesen werden.

Institution will künftig transparenter agieren

Die Verwaltung will prüfen, wie die Kriterien für eine Vorstellung im Gestaltungsbeirat transparenter dargestellt werden können. Vor einer Abstimmung im Gemeinderat im Herbst wollen Boch und Schüssler noch einmal des Gespräch mit den Gemeinderatsmitgliedern suchen.

"Für die bauliche Entwicklung unserer Stadt ist der Gestaltungsbeirat unverzichtbar. Damit er aber seine ihm zugedachte Rolle zum Nutzen der Stadt bestmöglich ausfüllen kann, braucht das Gremium, brauchen wir, nicht nur die entsprechende politische Unterstützung, sondern eine Kultur der positiven Wahrnehmung", so Bau- und Planungsdezernentin Schüssler. "Zwar werben wir ohnehin schon immer bei Architekten und Bauherren dafür, das kostenlose Beratungsangebot möglichst früh im jeweiligen Projektverlauf zu nutzen. Das wollen wir künftig auch gegenüber der Öffentlichkeit noch stärker tun. Gleichzeitig müssen wir aber auch immer wieder die Freiwilligkeit herausstellen."

Die aktuelle Satzung sieht vor, dass der Gestaltungsbeirat in der Regel vier- bis fünfmal jährlich zusammentritt. Ziel des Gestaltungsbeirates ist es, Vorhaben, die aufgrund ihrer Größe, Lage und Bedeutung stadtbildprägend sind, zu beraten und zu begleiten. Durch die kostenlose Beratung durch qualifizierte, objektive und unbeeinflusste Fachleute soll gemeinsam mit Bauherren und Planverfassern eine optimale Lösung gefunden werden.

2009 eingerichtet, befördere der Gestaltungsbeirat seit nunmehr zehn Jahren den öffentlichen Diskurs zu Stadtbild und Baukultur in Pforzheim. Der Gestaltungsbeirat besteht aus fünf renommierten Experten aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur. Seit Januar 2017 setzt sich der Gestaltungsbeirat zusammen aus: Ludwig Wappner (Vorsitzender, München/Karlsruhe), Dorothea Voitländer (stellvertretende Vorsitzende, Dachau/Würzburg-Schweinfurt), Uta Stock-Gruber (Buch am Erlbach/Weihenstephan-Triesdorf), Christoph Felger (Berlin) und Henning Ehrhardt (Stuttgart). In ihrer aktuellen Form war die Tätigkeit des Gestaltungsbeirats im Januar 2020 vom Gemeinderat vorübergehend ausgesetzt ­worden.

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