Geben trotz der Pandemie die Hoffnung längst nicht auf: Die Verantwortlichen der Diakonie Enzkreis Karl-Heinz Stengel (von links), Claudia Kaufmann, Melanie Mast, Birgit Grammel, Thomas Lutz, Yvonne Maisenbacher und Christoph Zastrow.Foto: Jähne Foto: Schwarzwälder Bote

Soziales: Neuer Film zeigt den Spagat zwischen Krise und Normalität auf / Mehr Kinderarmut / Dank an Ehrenamtliche und Spender

Es sei für alle eine "herausfordernde Zeit", sagte Christoph Zastrow, Geschäftsführer der Diakonie Enzkreis am Donnerstagvormittag. Omnipräsent ist das Coronavirus, mit drastischen Einschnitten in das alltägliche Leben, der Kampf noch längst nicht ausgefochten.

Enzkreis. Dass es dennoch irgendwie weitergehen muss, war jedem sehr schnell bewusst. Daher ist "Dranbleiben" nicht nur das Motto der alljährlichen Themenwoche mit Beginn am kommenden Sonntag, sondern auch der Titel eines neuen, rund 17 Minuten langen Dokumentarfilms, der die Arbeit der Diakonie vom Beginn der Pandemie bis heute spiegelt. Bedarf es hier und da noch ein wenig an Feinschliff, so soll die endgültige Fassung im Rahmen des Gottesdienstes vom 20. Juni zu sehen sein.

Großartige Stützein der Krise

Dabei hob Karl-Heinz Stengel, Vorsitzender der Diakoniestation in Remchingen, eines ganz unmissverständlich hervor: Ohne die Unterstützung von Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und freiwilligen Spendern wäre die Krise nur sehr schwer zu bewältigen gewesen. "Was diese Leute geleistet haben, ist wirklich großartig", war nicht nur Stengel voll des Lobes über den Zusammenhalt und die Aufopferungsbereitschaft aller Mitwirkenden. Das konnte im kleinen Tafelladen um die Ecke genauso der Fall sein wie in der ambulanten Pflege. Handlungsbedarf gebe es nach wie vor genug, betonte Zastrow: Alte, Benachteiligte oder die nicht Integrierten dieser Gesellschaft. Die psychischen Erkrankungen durch Vereinsamung wurden dabei genauso erwähnt wie die Zunahme bei der Kinderarmut: "Alleine in der Pforzheimer Weststadt sind dies über 40 Prozent", so der Geschäftsführer. Teilweise müssen hier Familien mit bis zu zehn Personen auf engstem Raum zusammen wohnen.

Dennoch muss das Leben irgendwie weitergehen, wenngleich die Perspektivlosigkeit in Bezug auf das unklare Ende der Pandemie als zusätzliche Erschwernis hinzukommt. Mit dem Gottesdienst und auch dem Film sollen jedoch erste Signale nach außen gesendet werden, dass die Hoffnung trotz Corona auch weiterhin bestehen bleibt.

Keine weiteren Aktionenwegen Schutz vor Virus

Auf weitere Aktionen wollte man im Rahmen der Themenwoche aus Schutzgründen dennoch verzichten.

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