Im Juli vergangenen Jahres beschloss der Kreistag das Eckpunkte-Papier "Handlungsorientierung zur Inklusion in Kindertageseinrichtungen." Auf dessen Grundlage wurde nun ein Beirat gebildet, der nun fachlich begleiten und beraten und Handlungsempfehlungen für die weitere Umsetzung geben soll. Außerdem soll er die Ergebnisse aus einem Modellversuch des Landes bewerten, an dem der Enzkreis seit Januar als Pilot-Standort teilnimmt. Für Katja Kreeb, Dezernentin für Familie, Soziales und Integration, ist der Beirat ein sehr wichtiger Schritt auf dem weiteren Weg: "Damit wird Inklusion in Kitas aktiv mit Fachleuten und politisch Verantwortlichen im Enzkreis umgesetzt". Der Kreis-Verwaltung zur Seite stehen im Beirat Mitglieder aller Kreistagsfraktionen, je eine Vertretung der kirchlichen, der kommunalen und auch der Freien Träger von Kindertageseinrichtungen, eine pädagogische Fachkraft aus der Praxis sowie auch weitere Experten je nach inhaltlichem Bedarf. "Wir haben aktuell rund 150 Kindertagesstätten, Kindergärten, Horte und vergleichbare Einrichtungen mit nach der letzten Erhebung 8728 genehmigten Plätzen und 1417 pädagogisch tätigen Personen", umreißt die Kindergarten-Fachberaterin Alice Zahorneanu das Handlungsfeld. Um hier eine umfassende Information und Unterstützung für alle Akteure schaffen zu können, brauche es eine gute Abstimmung – auch dies erhoffe man sich von dem neuen Beirat. Als erste Maßnahmen standen so die Erhöhung von Pauschalen, die Umsetzung von einrichtungsbezogenen Ansätzen und das Thema Fachkräftepool auf der beschlossenen Sitzungs-Agenda.