Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Pforzheim Angeklagter bricht Schweigen – und wie

Von
Christian K. wird nun beschuldigt, die Tat begangen zu haben. Foto: Eyckeler Foto: Schwarzwälder Bote

Karlsruhe/Birkenfeld. Der Prozess um den ermordeten Jäger Simon Paulus aus Gräfenhausen, einem Ortsteil von Birkenfeld (Enzkreis), steuert so langsam auf die Zielgerade zu. Erst kürzlich waren noch einmal drei Zeugen im Karlsruher Landgericht geladen – darunter die Lebensgefährtin des Getöteten sowie eine Polizistin, die zum Tatzeitpunkt in einer Beziehung mit dem ­42-jährigen Christian K. gewesen war. Der aus Pforzheim stammende K. muss sich wegen Beihilfe zum Mord sowie Strafvereitelung verantworten. Mit auf der Anklagebank sitzt unter anderem noch der 27-jährige Anil C., der im Verdacht steht, beim Vergraben der Leiche geholfen zu haben.

Für den größten Hammer im Prozess sorgte Mitte Juli allerdings der Hauptangeklagte selbst: Der 30-jährige Massimiliano V. gilt als dringend tatverdächtig im Mordprozess. Die ersten Zeugenaussagen – auch von den Mitangeklagten – und weitere Hinweise haben bislang keine Zweifel an der Schuld des 30-jährigen Italieners, dem auch Verbindungen zur Mafia nachgesagt wurden, offen gelassen. Bis zum elften Verhandlungstag, als V. sein Schweigen zum ersten Mal brach und gleich mit einer schwerwiegenden Anschuldigung aufwartete: Nicht er, sondern der 42-jährige Kampfsportler soll den Büchsenmacher in dessen Anwesen nach einem heftigen Streit mit mehreren Schlägen und Fußtritten getötet haben. Laut Aussagen des Angeklagten soll es bei dem Streit um Diskussionen über ein geplantes Waffengeschäft gegangen sein – vermutlich die Waffen, die die Tatverdächtigen mitgenommen haben und noch immer verschwunden sind.

An diesem Freitag muss sich V. höchstwahrscheinlich einigen Fragen des Gerichts stellen. Der Vorsitzende Richter Leonhard Schmidt gab laut einem Medienbericht dem ­30-Jährigen und seinem Verteidiger Ulrich Sommer bereits einen ganzen Katalog an Fragen mit auf den Weg. Ein Urteilspruch in dem Mammutprozess könnte Anfang bis Mitte September fallen. Das hängt nun davon ab, wie viele Beweisanträge noch eingehen werden.

Artikel bewerten
0
loading

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.