Wichtig: Der Schwenninger Daniel Pfaffengut (Nummer 77) erzielte am Montagabend in Krefeld nach dem frühen 0:1-Rückstand den schnellen Ausgleich. Foto: Eibner

Die Eishockey-Cracks der Schwenninger Wild Wings haben in Krefeld 2:1 gewonnen und sind damit auf Platz 4 vorgerückt. Der Playoff-Platz soll am Dienstag untermauert werden.

Die Play-offs rücken für die Wild Wings näher! Schwenningen feierte am Montagabend einen 2:1-Pflichtsieg bei Nord-Schlusslicht Krefeld. Damit verbesserten sich die Neckarstädter im DEL-Süden auf den vierten Rang – eben einen Play-off-Platz. Die Schützlinge von Niklas Sundblad nutzten also die Patzer der direkten Kontrahenten Straubing (3:5 gegen Köln) und Augsburg (2:5 gegen Iserlohn) eiskalt aus.

Dem Schwenninger Coach standen wieder die Verteidiger Dylan Yeo und Will Weber zur Verfügung. Dies freute natürlich auch Christof Kreutzer, der kurz vor Spielbeginn bei Magenta Sport in Sachen Joacim Eriksson noch einen großen Wunsch äußerte: "Es wäre schön, wenn er bei uns bleiben würde", weiß der Sportmanager der Wild Wings, dass es nicht einfach wird, den Goalie mit der höchsten Fangquote der DEL zu halten.

Frühe Tore

Der schwedische Torwart staunte nicht schlecht, als ihn Filips Buncis schon nach 59 Sekunden bezwungen hatte. Doch Daniel Pfaffengut (3.) antwortete prompt mit seinem fünften Saisontreffer. Schwenningen machte weiter Druck, immer wieder tauchten Kapitän Travis Turnbull und Co. gefährlich vor Pinguine-Keeper Marvin Cüpper auf. Gegen die schlechteste Unterzahl-Mannschaft der Liga nutzte Tylor Spink (12.), der einen Blueliner von Colby Robak geschickt abgefälscht hatte, das erste Powerplay zum überfälligen Führungstreffer. Christopher Fischer (25.) hatte in Unterzahl nicht nur die mögliche Vorentscheidung auf dem Schläger, sondern auch das 100. Saisontor der Wild Wings. Doch der Verteidiger verpasste in einem nun schwachen Spiel den Shorthander. Schwenningen war weiter das bessere Team mit einem deutlichen Chancenplus, doch mit der Leistung konnte Niklas Sundblad nicht wirklich zufrieden sein. 41:19 Torschüsse standen für die Schwenninger nach 40 Minuten auf dem Statistikzettel, Krefeld hatte aber noch alle Chancen, im Schlussabschnitt die 13. Niederlage in Folge zu vermeiden. "Wir haben im zweiten Drittel etwas zu kompliziert gespielt", sprach Verteidiger Johannes Huß die zu vielen Fehler im Aufbauspiel an.

Jamie MacQueen brachte auch den 44. Versuch der Wild Wings nicht im Krefelder Tornetz unter. Die Schwenninger hatten auf der anderen Seite Glück, dass Niklas Postel (48.) die Scheibe nicht richtig traf. Die Pinguine wurden gegen die Schwenninger, die ab der 51. Minute auf den erneut verletzten Darin Olver verzichten mussten, mutiger. Drei Zeigerumdrehungen später hatte Daniel Pfaffengut bei einem Lattenschlenzer Pech. 83 Sekunden vor dem Ende wurde der gute Marvin Cüpper durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Doch dies nutzte nichts mehr: Schwenningen feierte am Ende einen verdienten 2:1-Arbeitssieg. "Krefeld hat gut gespielt, aber wir haben die drei sehr wichtigen Punkte eingefahren. Ich bin sehr zufrieden", betonte ein erleichterter Niklas Sundblad nach der Schlusssirene.

Für die Wild Wings geht es am Dienstag (20.30 Uhr) bei den ebenfalls um den Einzug in die Play-offs kämpfenden Iserlohn Roosters weiter. "Iserlohn hat eine sehr starke erste Reihe", warnt der Schwenninger Coach nicht nur vor DEL-Topscorer Joseph Whitney.

Übrigens – am vor wenigen Tagen ins Spiel gebrachten Wechsel von Augsburgs Verteidiger Henry Haase zu den Wild Wings ist, so Christof Kreutzer, nichts dran.

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