Noch sieht es auf diesem Gelände in Bad Teinach etwas trostlos aus. Allerdings sollen schon bald die Bauarbeiten für eine Seniorenwohnanlage beginnen. Foto: Thomas Fritsch

Schon seit einiger Zeit ist in Bad Teinach in der Nähe des Feuerwehrhauses eine Seniorenwohnanlage geplant. Nach langem Warten scheint sich jetzt etwas zu tun.

Investoren im Bau hatten drei schwierige Jahre zu überstehen, sagte Markus Wendel, Bürgermeister von Bad Teinach-Zavelstein, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Es habe auch viele Insolvenzen gegeben, gab der Bürgermeister zu bedenken und erinnerte unter anderem an die Verwerfungen durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Die steigende Inflation führte zu höheren Zinsen.

 

Das Projekt in Bad Teinach verwirklicht die Schweizer Immoprojekt GmbH aus Gerlingen. Deren Geschäftsführer Marcus Ziegler gab sich in der Vergangenheit gerade wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds hinsichtlich der Realisierung der Seniorenwohnanlage zurückhaltend.

Positive Signale

Doch jetzt scheint sich etwas zu tun, wie Rathauschef Wendel in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete: „Ich vernehme positive Signale.“ Die Inflationsraten gingen mittlerweile zurück und mit ihnen auch die Zinsen.

Im Gespräch mit unserer Redaktion berichtete Wendel, was der Bauherr auf dem Areal in Bad Teinach plant. So ist nach den Worten des Rathauschefs eine Tiefgarage geplant. Über dieser Garage entstehen im Erdgeschoss zwölf Tagespflegeplätze.

Hinzu kommt eine betreute Wohngemeinschaft mit vier bis sechs Plätzen, berichtet Wendel. In den drei Obergeschossen sollen 25 betreute Wohnungen entstehen.

Um mit dem Bau loslegen zu können, soll eine niedrige zweistellige Zahl an Wohnungen verkauft werden. Die Rede ist von zehn Wohnungen bis Ende des Jahres, so Wendel. Zu Beginn des nächsten Jahres sollen noch einmal zwei bis drei Wohnungen verkauft werden. Dann könnten die Arbeiten beginnen.

Provisorischer Bolzplatz

Neben der Baugrube ist ein provisorischer Bolzplatz. Allerdings nutzen einige Autofahrer den Randbereich dieses Bolzplatzes als Parkplatz. Ein Bürger äußerte in der Fragestunde der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich seinen Unmut über diesen Zustand. Bürgermeister Wendel sicherte zu, eine entsprechende Absperrung errichten zu lassen, damit Jugendliche das Gelände wieder uneingeschränkt als Bolzplatz nutzen können.

Dieser Bolzplatz verschwindet aber wieder, wenn die Arbeiten für die Seniorenwohnanlage beginnen, sagte Wendel im Gespräch mit unserer Redaktion. Dann werden dort die Bürocontainer und die Grundwasserabsenkungsanlage aufgestellt.