Bei guten Wetter sind die Wege voller Menschen, die nach kleinen Kunstwerken, Accessoires oder Essbaren Ausschau halten. Foto: Gukelberger/Picasa

Bei strahlendem Wetter sorgt der Leinstettener Pfingstmarkt auch dieses Jahr für einen wahren Ansturm an Interessierten.

Der Pfingstmarkt, auch „Glatttalmesse“ genannt, gehört fast mit zu den wichtigsten Ereignissen im kleinen und beschaulichen Ort Leinstetten.

 

Das Marktrecht wurde im Jahre 1792 von Graf von Sponeck gewährt, welcher durch den Markt erhoffte, seine Einkünfte zu vermehren.

Schuhe und Setzlinge

Bei herrlichem Kaiserwetter strömten die Besucher schon sehr früh auf den Markt und bald war es schwierig, vor dem Ort noch Parkplätze zu ergattern. Dabei hatten es die Radfahrer und Wanderer einfacher! Dieses Jahr war alles neu und etwas anders ausgerichtet.

Die Marktstände in der Ortsmitte präsentierten sich mit einem etwas anderen Sortiment. Eine gute Auswahl an Schuhen war schon am ersten Stand zu finden. Beim Gärtner wurde eine breite Palette an Balkonpflanzen und Setzlingen angeboten.

Interessant der Stand „Schwarzwaldfräulein“ mit vielen Accessoires a la „Bollenhut“.

Hummeln für Zuhause

Weitere Marktbeschicker hatten hübsche Kerzen für alle Anlässe, Dekorationen aus Holz, selbst hergestellte Cremes, Süßes und natürlich Honig aus der eigenen Imkerei zu verkaufen.

In der Marx- von-Bubenhofenstraße fand man auf einem kleinen Trödelmarkt alles, was das Herz begehrte, sein oder nicht sein musste. Besonders anziehend war dort der kleine Stand mit Hummelfiguren, welche günstig erworben werden konnten und vielleicht noch in der eigenen Sammlung fehlten.

Karussell und Kunst

Im Bereich des neuen Bürgerhauses hatten weitere Kunsthandwerker ihre Marktstände aufgebaut. Auch hier konnte Genähtes, Keramik und sogar alte Lampen für Kutschen, Motorräder und Autos gefunden werden.

Nicht nur an die Erwachsenen war gedacht, für die Kinder gab es eine Hüpfburg beim Spielplatz und ein kleines Karussell beim Trödelmarkt.

Eine besondere Attraktion war das Floßfahren. Hier durften ganz Mutige, Erwachsene und etwas größere Kinder, ausprobieren, wie die Stämme damals auf Bächen und Flüssen transportiert wurden.

Feuerwehr löscht Durst

Überall auf dem Markt wurde gutes Essen und Getränke in einer riesigen Vielfalt angeboten. Der Musikverein und die Narrenzunft bewirteten in und vor dem neuen Bürgerhaus und die Leinstetter „Oldis“ unterhielten dabei die Gäste mit zünftiger Blasmusik.

Ein Weizenstand mit weiteren Getränken gab es ebenfalls in diesem Bereich.

Auch die Feuerwehr versorgte vor dem Feuerwehrhaus die Besucher mit roter Wurst, Pommes und Getränken. Die Kleinen konnten sich in der Hüpfburg daneben austoben.

Vereine sind gefordert

Wieder eine Besonderheit war auch in diesem Jahr der gegrillte Braten, welcher von den Grillmeistern Hans-Peter und Patrick Günthner mit Familie am offenen Rost gegrillt wurde.

Carmen und Rolf Zahn, bekannt mit ihren Alpakawanderungen, boten aus ihrem Hoflädele Spezialitäten und warmes Essen an.

Überall drängten sich die Besucher an den Essensständen und der Ansturm wurde von den Vereinen und allen Beteiligten mit Bravour bewältigt.

Auch im Gasthaus Schlossbrücke konnte eingekehrt werden

Ein Ort zum Treffen

Die Feinschmecker und Weinkenner hatten die Möglichkeit, sich in der Weinlounge und Bowle Bar „Zur Brücke am Bach“ verwöhnen zu lassen, eine tolle Idee, die sehr gut angenommen wurde.

Ein gelungener Pfingstmontag für die Marktbeschicker und für viele Gäste bei tollsten Wetter, auch wenn ein kurzer Schauer für Abkühlung sorgte. Die Gelegenheit, Freunde zu treffen und zusammen zu sitzen, ist der Sinn eines solchen Marktes.