Ein gelungenes Doppelkonzert haben die Trachtenkapelle Dörlinbach und das Blasorchester Biberach am Pfingstsamstag auf die Bühne gebracht. Das Publikum in der nahezu voll besetzten Dörlinbacher Festhalle ließ sich von der abwechslungsreichen Musik mitreißen.
Dass in Biberach vieles etwas größer sei als in Dörlinbach, merkte der Vorsitzende der Trachtenkapelle Dörlinbach, Gerhard Himmelsbach, augenzwinkernd in seiner Begrüßungsansprache an. Doch die Sorge, dass sich das mit 60 musizierenden Mitgliedern doppelt so große Biberacher Orchester mit der Größe der Bühne schwer tun könnte, habe sich bei der Planung glücklicherweise zerschlagen, fügte Himmelsbach gleich hinterher.
Unter dem von ihm ausgerufenem Motto „Happy Pfingsten“ eröffnete die Dörlinbacher Trachtenkapelle unter der Leitung von Maik Bartkowiak den ersten Programmteil mit dem Stück „Free World Fantasy“ von Jacob de Haan, das den Traum von einer Welt ohne Krieg symbolisieren soll. Mit kraftvollen Bläserklängen, aber auch sanften Tönen in verschiedenen Stilrichtungen sorgten die fast 30 Musiker gleich zu Beginn für ein schönes Hörerlebnis.
Ein Medley packendender Melodien aus der Welt der Videospiele folgte. Bei diesen von Paul Murtha mit vielen dynamischen, aber auch teils mystischen Klängen arrangiertem „Epic Gaming Themes“ kamen nicht nur die Gaming-Fans im Publikum auf ihre Kosten.
Lebhaft und fröhlich setzte das Orchester das Programm fort. Die volkstümlichen Themen der von Stefan Stranger komponierten „Weinkeller-Polka“ luden nicht nur zum Mitwippen ein, sondern versprühten auch viel gute Laune im Publikum.
Party-Hits der 1980er-Jahre bringen gute Laune
Lukas Wangler, der als Moderator gekonnt durch das Programm führte, bereitete das Publikum dann auf das energiegeladene Medley „The Ultimate 80’s Party-Hits“ von Peter Kleine Schaars vor. Die legendären 1980er-Jahre hätten viele Hits hervorgebracht, die heute immer noch auf jeder Party gefragt seien, betonte der Moderator. Es folgte eine mitreißende und groovige Zeitreise aus Disco-Hits wie „Celebration“ (Cool and the Gang), „I Wanna Dance with Somebody“ (Whitney Houston) oder „Total Eclipse of the Heart“ (Bonnie Tyler), die den Charme dieser schrill-bunten Dekade versprühten.
Auch mit „Hard Rock Dynamite“ von Markus Schenk konnte die gut eingespielte und leidenschaftlich auftretende Trachtenkapelle das Publikum mitreißen. Alle Register brachten kraftvoll die Dynamik und Energie von Hard-Rock-Hits wie Come As You Are“ (Nirvana) oder „I Was Made For Lovin’ You“ (Kiss) auf die Bühne. Das Publikum klatschte bei „Seven Nation Army“ (The White Stripes) begeistert mit und forderte nach diesem letzten Stück des ersten Teils zwei Zugaben ein.
Nach der Pause setzte das Blasorchester Biberach unter der Leitung von Axel Berger den Abend auf hohem Niveau fort. Mit dem vollen Klang von 60 Musikern, darunter viele Solisten, sorgte es mit Stücken und Medleys wie „Alladin“ (Hiroki Takahasi) oder „The Pink Panther (Henry Mancini) für weiteren Ohrenschmaus. Höhepunkt war der bestens einstudierte Auftritt der „Blues Brothers“ (Alexander Herde und Rudi Fautz) beim „Blues Brothers Medley“. Mit „Wer hat an der Uhr gedreht“ fand ein äußerst gelungener Abend seinen fröhlichen Abschluss.
Himmelsbach dankte allen Beteiligten für ihren großen Einsatz. Zahlreiche Helfer aus den Musikerfamilien verwöhnten die Gäste kulinarisch mit diversen Getränken und Snacks in den Pausen und nach dem Konzert.