Die Musiker trugen zur Atmosphäre des Pfingstgottesdienstes im Villinger Kurgarten bei. Foto: Georg Huppert

Zum ökumenischen Pfingstgottesdienst hat unser Leser Georg Huppert aus Villingen die folgende Meinung

Es war ein ungeplanter Spaziergang, der mich bei diesem schönen Wetter in den Kurgarten führte, wo ich während der zweiten Hälfte eines ökumenischen Pfingst-Gottesdienstes, der hier gerade stattfand, eintraf. Etwa 120 Menschen waren zusammen gekommen und lauschten der Predigt des Pfarrers. Ich schaute nach einem freien Platz und setzte mich spontan dazu.

 

Hinter dem Pfarrer stand ein hässlicher Bauzaun, der mir zunächst wie fehl am Platz erschien. Doch während ich das noch dachte, wurde er zu einem Teil der Predigt.

Es ging um Trennung, es ging um Zäune. Und es ging darum, ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen für Einheit, für Nächstenliebe, für ein Aufeinanderzugehen.

Mehrere Personen aus den Gemeinden sprachen einige schlichte doch treffende Worte dazu und knüpften jeweils einen farbigen Papierstreifen an diesen Zaun.

Der letzte Redner fasste die Aktion so zusammen: „Wir können zwar die Zäune in der Welt nicht beseitigen, aber jeder kann sie durch Worte oder Taten durchlässiger machen. Diese Papierstreifen, die jetzt im Wind flattern, sind ein Symbol für den Heiligen Geist, der hindurchweht, für das Licht, das hindurchscheint. Geben wir den Geist der Liebe, das Licht des Friedens und alles Gute, was wir hier an Pfingsten empfangen haben, in die Welt, jeder nach seinem Vermögen!“

Dieser Gottesdienst war selbst das beste Beispiel für sein Motto. Hier saßen evangelische und katholische Christen, Mitglieder verschiedener Freikirchen und ebenso orthodoxe Gläubige vereint zusammen. Schon das Kreuz mit den Signets der unterschiedlichen Gemeinden machte den Geist der Zusammengehörigkeit sichtbar.

Glaubensbekenntnis feiert Jubiläum

Ein schönes Zeichen setzte auch eine Frau, die eine Reihe vor mir saß. Sie bemerkte, dass ich kein Faltblatt mit den Liedtexten hatte und setzte sich sofort neben mich. So konnte ich später auch das Große Glaubensbekenntnis mitsprechen – eine Besonderheit: Es hat dieses Jahr sein 1700-jähriges Jubiläum, wie man uns sagte.

Georg HuppertVillingen

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