Die Besucher strömten seit Freitagmittag zum Rummelplatz auf dem Rudolf-Maschke-Platz und am Montag durch die Innenstadt zu den Marktständen, aber auch in die verkaufsoffenen Geschäfte
Schon am frühen Montagmorgen strömten die Besucher zum Pfingstmarkt nach Trossingen, rasch waren Parkplätze Mangelware. Die Menschen schoben sich durch die Trossinger Innenstadt vorbei an Ständen und freuten sich, denn das traditionelle Schwätzle auf dem Pfingstmarkt durfte nicht fehlen.
So vielfältig wie das Wetter an allen vier Tagen (von strahlendem Sonnenschein bis zu Platzregen), so vielfältig war auch das Angebot auf dem 195. Trossinger Pfingstmarkt. Vom Strohhut über Bambussocken, Taschen, Unterwäsche bis zum Spielzeug für die Kinder, vom Rasenmäher bis zum Balkonkraftwerk und vieles mehr hielten die Händler an ihren Ständen bereit.
Reichhaltige Kulinarik
Groß war auch das kulinarische Spektrum von Schupfnudeln über Langos bis zu Crepes und Softeis, gebrannte Mandel und Zuckerwatte. An vielen Ständen professioneller Anbieter mit internationalen Spezialitäten wie auch bei Trossinger Vereinen bildeten sich lange Warteschlangen. Der Schneelaufverein auf dem Bärenplatz bot die klassische Kesselwurst, Das Centro Italiano erfreute mit seiner beliebten Pizza, Erdbeerbowle servierte die Spielvereinigung Trossingen.
Rabatte in den Geschäften
Im Bergsteigerheim gab es die traditionelle Hüttensuppe, Auf dem Rathausplatz beim Gartenfest der Kolpingsfamilie, die erstmals unterstützt wurde durch die TG Trossingen, war über die Mittagszeit kein Platz mehr frei. Viele Besucher zog es auch in die Trossinger Einzelhandelsgeschäfte, die mit Rabatten und weiteren Pfingstmarktaktionen lockten.
„Der Scheibenwischer ist der neue Jaguar“, betonte Cornelia Ruoff aus Balingen, die sich gemeinsam mit Tochter Maxi schon am Samstagmittag über den Andrang beim „Fighter“ freute. Mit ihrem Fahrgeschäft war sie zum dritten Mal nach Trossingen gekommen, um jetzt wieder ihren Stammplatz ganz hinten Richtung Hangenstraße einzunehmen.
Fahrpreise stabil
Die Fahrgäste trauern dem Jaguar, mit dem die Schaustellerfamilie über Jahrzehnte in Trossingen gewesen ist, nicht mehr nach, weiß Cornelia Ruoff mit Blick auf den Fighter, denn „heutzutage ist schneller und mit weniger Leuten besser“. Den Fahrpreis von 3,50 Euro habe man beibehalten. „Wir wollen familienfreundlich sein und sind mit unseren Fahrgeschäften sei 44 Jahren an Pfingsten in Trossingen daheim“, sagt sie.
Zufrieden zeigte sich auch Patricia Kaplan, mit dem Blick zum Wetter: „Besser geht immer“, meinte die Chefin vom „Königlichen Wellenflug“, aber man merke schon, dass die Leute weniger Geld hätten.
Die Abstände stimmen
Sie begrüßte die nächsten Fahrgästen: „Herzlich willkommen an Bord, jetzt geht’s einmal um die Welt“. Gemeint war aber der Rudolf-Maschke-Platz, den große und kleine Nostalgie liebende Fahrgäste einmal im Wellenflug von weit oben betrachten konnten.
Auch wenn es von unten den Anschein hatte, eine Kollision mit dem „Steamer“ nebenan, von dem meist lautes Gekreische aus dem Diskonebel zu hören war, war ausgeschlossen. Denn für den richtigen Abstand aller Fahrgeschäfte und Attraktionen hatte Marktmeisterin Annika Huyhn bereits im Vorfeld gesorgt. Geron Langhoff, Chef des Steamer, zeigte sich auch zufrieden: „Das Geschäft ist stabil, so wie vor zwei Jahren, als wir mit dem Steam hier waren. „Mehr wollen wir auch nicht.“
Rummel endet am Dienstag
Der Rummelplatz des 195. Trossinger Pfingstmarktes ist am Dienstag von 14 bis 22 Uhr zum letzten Mal geöffnet.