Das Jahr ist erst zur Hälfte vergangen und bereits jetzt hat es einige kuriose Einsätze der Feuerwehren gegeben. Wir haben die skurrilsten Alarmierungen aus der Region gesammelt.
Es sind nicht immer nur Einsätze mit brennenden Häusern und Menschen in Not, zu denen die Feuerwehren aus der Region ausrücken. In den vergangenen Monaten gab es auch andere kuriose Einsätze – oftmals tierischer Natur.
Pferd landet in Obernheim im Pool
Die Obernheimer Feuerwehrleute trauten ihren Augen kaum, als sie Anfang Juni um kurz nach Mitternacht mit dem Stichwort „Tierrettung Pferd im Pool“ nach Tanneck gerufen wurden. Denn es wäre nur halb so kurios, hätte sich das Szenario nicht vor fast fünf Jahren an genau derselben Stelle abgespielt: Ein Pferd ist bei Obernheim in einem Pool gelandet.
18 Mann rückten nach Tanneck aus. Der Pool war derselbe wie vor fünf Jahren, das Pferd jedoch ein anderes. Damals ist Hengst Aladdin ins Wasser gefallen, diesmal war es Stute Amelie.
Die Feuerwehrleute pumpten das Wasser aus dem Becken ab und bauten eine Treppe aus Holzpaletten aus dem Pool. Der Besitzer lockte das Tier mit Leckerlis ans sichere Ufer. Das Pferd ist ohne Verletzungen davongekommen, nur der Pool wurde beschädigt.
Täuschend echte Puppe in Engstlatt
Ebenfalls im Zollernalbkreis wurde die Feuerwehr im April zu einem skurrilen Einsatz alarmiert: Die Abteilung Balingen rückte zur „Rettung“ einer lebensechten Puppe nach Engstlatt aus, die von einem Strommast hing. Die Puppe wirkte täuschend echt, weshalb die Einsatzkräfte zu einer Personenrettung gerufen wurden.
Doch vor Ort habe sich schnell herausgestellt, dass es sich dabei um keinen echten Menschen, sondern nur um eine Puppe handelte. Diese soll dort wohl bei Übungen des Netzbetreibers vergessen worden sein, heißt es von Seiten der Feuerwehr.
Einsame Katze in Albstadt-Ebingen
Einen nicht alltäglichen Einsatz hatte die Feuerwehr Ebingen im Juni dieses Jahres: Eine Katze hing in einem gekippten Fenster eines Wohnhauses. Das Tier steckte mit Kopf und Vorderpfoten zwischen Fenster und Rollladen eines Fensters im vierten Stock fest und konnte sich nicht selbst befreien.
Als die Feuerwehrmänner oben ankamen, sei die Katze jedoch weniger begeistert gewesen. Aufgrund des halb heruntergelassenen Rollladens schafften es die Einsatzkräfte nicht, sie nach draußen zu holen. Stattdessen ist sie ins Innere der Wohnung gefallen.
Da die Katze allerdings Anzeichen für eine Verletzung machte, verschaffte sich ein Feuerwehrmann Zutritt zur Wohnung, fing die Katze ein und übergab sie an „Pfotenengel Zollernalb.“
Kalb läuft in Schwenningen auf Gleise
Ebenfalls ein Tier war im April bei einem Einsatz in Schwenningen involviert: Weil ein ausgebüxtes Kalb auf den Gleisen unterwegs war, musste der Bahnverkehr rund eine Stunde gesperrt werden. Polizei und Feuerwehr versuchten gemeinsam, das Tier einzufangen.
Dieses sei aber ziemlich flott unterwegs gewesen. Erst nach rund 90 Minuten gelang es den Einsatzkräften schließlich, das Tier einzufangen. Angeleint brachte man das aufgeregte Kalb über die Gleise, versuchte es zu beruhigen und versorgte es mit Wasser.
Der Landwirt, von dessen Hof das Tier abgehauen war, kümmerte sich anschließend um den Rücktransport. Er war sichtlich erleichtert, dass es bei einem Schrecken blieb.
Taube hängt in Einkaufscenter fest
Zu einem ebenfalls ungewöhnlichen Einsatz wurde die Feuerwehr Weil am Rhein im April gerufen. Eine Taube hing in einer misslichen Lage hinter der Fassadenverkleidung eines Einkaufscenters fest.
Eine erste Erkundung ergab, dass das Tier noch lebte, jedoch stark eingeklemmt war. Um die Taube zu befreien, wurde ein Fassadenteil abgebaut, wofür Nieten aufgebohrt werden mussten.
Nach erfolgreicher Befreiung wurde die Taube an der Feuerwache freigelassen, wo sie umgehend in die Lüfte entschwand, heißt es.