Über die beengte Situation der Katholischen öffentlichen Bücherei (KöB) im Schonacher Pfarrzentrum informieren sich einige Mitglieder des Pfarrgemeinderats vor Ort. Foto: Hans-Jürgen Kommert

In der letzten Sitzung des Jahres beschäftigte sich der Pfarrgemeinderat von „Maria in der Tanne“ in Schonach mit verschiednen Themen. Besonders im Fokus stand das Platzproblem der Katholischen öffentlichen Bücherei, das kreative Lösungen erfordert.

Zur letzten Sitzung des Jahres traf sich jüngst der Pfarrgemeinderat der Pfarrgemeinde „Maria in der Tanne“ im Pfarrzentrum Schonach.

 

Schlussbilanz weist einen hohen Fehlbetrag aus

Neben der etwas ernüchternden Schlussbilanz für das vergangene Jahr 2023, die anstelle des erwarteten Defizits in Höhe von 11 500 Euro einen Fehlbetrag von 120 064 Euro enthielt aufgrund außergewöhnlicher, ungeplanter Ausgaben, hatte das Gremium auch spannende Tagesordnungspunkte auf der Agenda. Unter anderem hatte das Schonacher Büchereiteam um Martina Hör ein Anliegen: Zu wenig Platz. „Wenn ein paar Mütter mit Kindern vorbeikommen, wird es sehr eng“, informierte Hör. Um dies zu untermauern, schauten sich einige Pfarrgemeinderatsmitglieder die Gegebenheiten vor Ort an.

Mitarbeitern schwebt Erweiterung vor

Den Büchereimitarbeiterinnen schwebt eine Erweiterung vor – möglichst mit direktem Zugang zu den vorhandenen Räumen, erläuterte Hör.

Anja Finkbeiner hatte sich dazu Gedanken gemacht und die Räume mit ihren bisherigen Verwendungen skizziert. Tatsächlich käme eigentlich nur der direkt an die Katholische öffentlich Bücherei (KöB) im Untergeschoss des Pfarrzentrums anschließende Raum infrage, der bis dato von der Gruppe Kairos genutzt werde. Dies aber sei schwierig, betonte Finkbeiner. In diesem Raum sei teures technisches Equipment wie Mischpult und Lautsprecher gelagert, weshalb der Raum auch immer abgeschlossen werde.

Kostenvoranschläge einholen

Alternativ gebe es die Möglichkeit, den bisherigen Raum der Krabbelgruppe zu verwenden, der aktuell nicht genutzt werde. Allerdings, so gab Finkbeiner zu bedenken, gebe es keinen Zugang von der Bücherei – und wenn die Gruppe Kairos dort einziehen sollte, brauche man einen großen Schrank, der abschließbar sein müsse.

Erschwerend komme dazu, so Pfarrer Andreas Treuer, dass man im Stiftungsrat einen Beschluss gefasst habe, dass es keinesfalls einen Durchbruch geben dürfe. Nun werde man zunächst Kostenvoranschläge einholen und das Thema dann im Januar nächsten Jahres im Stiftungsrat erneut besprechen – eine Entscheidung wurde daher in der jüngsten Pfarrgemeinderatssitzung vertagt.