Sichtlich zufrieden mit dem Patrozinium ist auch Pfarrer Harald Bethäuser. Foto: Siegfried Kouba

Ein gelungenes Patroziniumsfest feierten die katholischen Gläubigen in Gütenbach.

Alles stimmte beim Patroziniumsfest in Gütenbach: Das Wetter, die sakrale Feier, die Gästezahl, die passende Predigt, die ansprechende Musik und das Treffen im Pfarrsaal.

 

Im Mittelpunkt stand die Heilige Katharina als Namensgeberin der Pfarrgemeinde. Eine Skulptur der legendären Märtyrerin mit ihren Attributen wurde in das Blickfeld vor dem Altar gerückt.

Pfarrer Harald Bethäuser beschäftigte sich mit der Universalgelehrten, die eine herausragende Persönlichkeit war und „hinter die Dinge schauen konnte“. Ihr war wichtig, dass sie nicht von Stolz beherrscht wird, und ihre Stärke habe andere nicht geschwächt. Sie wollte die Welt ein wenig besser machen. Sie stellte sich gegen gelehrte Männer, akzeptierte aber auch widersprechende Meinungen, blieb standhaft bei Versuchungen und wollte unabhängig von materiellen Dingen sein. Die Kirche sollte nach ihr nicht von oben herab schauen, sondern den Menschen voll zugewandt sein.

Bläser füllen Kirchenraum mit Kyrie und Waldchoral

Hatte der Geistliche anfangs alle Anwesenden begrüßt, so dankte er den Beteiligten, die an der Gottesdienstgestaltung mitwirkten und vor allem dem 50er-Jubilar Jagdhornbläsergruppe Oberes Bregtal unter Leitung von Michael Willmann. Dank galt auch dem Kirchenchor unter Dirigent und Organist Gerold Scherzinger, der die Kommunion gefühlvoll mit Pieces von Samuel Wesley umrahmte.

Die Bläser mit Pless- und Parforcehörnern füllten sonor den Kirchenraum mit Begrüßung, Kyrie und Waldchoral. Zum Schluss erklang der hymnisch-strahlende „Hubertusmarsch“, dem stürmischer Applaus folgte. Der Kirchenchor überzeugte mit dem ruhig-pastoralen „Gott mag segnen“ und sang das moderne „Brot des Lebens“ mit Staccato-Begleitung zur Gabenbereitung. „Sanctus“ und „Agnus“ aus Schuberts „Deutscher Messe“ rundeten den Vortrag ab.

Sabina Kirner und Monika Schartel assistierten nicht nur bei der Messe, sondern waren auch bei der weltlichen Feier im gut gefüllten Pfarrsaal anzutreffen. Ein großes Helferteam um „Finet“ (Herbert Pfaff) sorgte für die Bewirtung mit Würsten, Kassler und Kartoffelsalat. Rund 150 Essen wurden ausgegeben. Zudem gab es Kaffee und Kuchen.

Für Unterhaltung war mit einem Schätzspiel gesorgt, bei dem als Gewinne Schinken, Salami und Schwarzwurst winkten. Erinnerungen an Pfarrer Amandus Wagenbrenner, der das würzige Getränk salonfähig machte, gab es mit dem Mariawalder Klosterlikör, kredenzt von Pfarrer Bethäuser und Manfred Schwer.