Das erst kürzlich entstandene Baugebiet am Stadtrand soll erweitert werden. Foto: © VadimGuzhva – stock.adobe.com

Wie Bürgermeister Gallus Strobel in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch bekannt gab, sind mittlerweile alle vier Bauplätze im Einfahrtsbereich des Eichendorffwegs verkauft. In Kürze werde wohl mit dem Bau der ersten Häuser begonnen. Die Zufahrt erfolge dabei über eine bereits bestehende Straße von der Jugendherberge her.

Triberg - Nun werde es notwendig, sich darüber Gedanken zu machen, inwieweit man Straßennamen vergeben sollte. "Damit die Anleger des Eichendorffwegs nicht mit einer Neusortierung der Hausnummern und dem damit verbundenen Verwaltungsaufwand konfrontiert werden, soll für die vier Bauplätze und eine später mögliche Baugebietserweiterung ein neuer Straßenname von der Einfahrt der Jugendherberge bis zum abzweigenden Ast und weiter vergeben werden", so Strobel.

In Würdigung der Verdienste des ehemaligen Stadtpfarrers und Ehrenbürgers Friedrich Opitz soll die Straße "Pfarrer-Opitz-Straße" heißen. Während dessen Amtszeit wurden die Stadtkirche, die Kindergärten Mariengarten und St. Anna nebst Kapelle erbaut, zugleich verfolgte er das Ziel, ein Altenheim zu bauen und gründete 1966 das Altenwerk sowie das Sozialwerk Schwarzwald als Träger des Alten- und Pflegeheims St. Antonius. Dazu kämen zahlreiche weitere Verdienste.

Gemäß des Straßengesetzes in Baden-Württemberg erhalten Straßen oder Wege die Eigenschaft einer öffentlichen Straße durch ihre Widmung, die öffentlich bekannt zu machen sei. Zuständig dafür seien die Straßenbaubehörde, für Kommunen die Gemeinde – unter der Voraussetzung, dass der Träger der Straßenbaulast Eigentümer des Grundstücks sei.

Gemeinderat beschließt Pfarrer-Opitz-Straße

Im Beschluss hieß es nun, dass der Gemeinderat der Widmung der Flächen dem öffentlichen Verkehr diene, die Anlage als Gemeindestraße einstufe, den Namen Pfarrer-Opitz-Straße beschließe und die Veröffentlichung der Widmung durch die Verwaltung.

Klaus Wangler (CDU) betonte, seine Fraktion sei froh über die Namensgebung, die auch Wunsch der CDU gewesen sei. Hier sei ein deutlicher Bezug zur Stadt Triberg gegeben. Allerdings wünsche man seitens der Christdemokraten, dass der geplante Wendehammer wegfallen solle und eine Zufahrt von der Jugendherberge auch von dieser Seite her kommt. "Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen – allerdings wird die Straße dann einfach zu steil", erklärte ihm der Bürgermeister.

Klaus Nagel (FWV) fügte ergänzend hinzu, dass die Namensgebung schon durch die Ehrenbürgerschaft des ehemaligen Pfarrers ihre Berechtigung habe. Susanne Muschal (SPD) war ebenfalls angetan vom Straßennamen, allerdings befürwortete sie den Wendehammer ausdrücklich, schon wegen des geringeren Flächenverbrauchs.

Rege Nachfrage nach Bauplätzen

Der Gemeinderat stimmte dem Beschlussvorschlag ohne Gegenstimme zu.

In gleichem Atemzug stellte die Verwaltung die Pläne für die Erweiterung des vorhandenen Baugebiets vor, da weiterhin eine rege Nachfrage nach Bauplätzen bestehe. Durch Verschiebung der Bebauungsplangrenze in Richtung Norden könnten somit acht bis zehn weitere Bauplätze entstehen, die in ihrer Größe variabel seien, um planungstechnisch breitestmögliche Gestaltungsformen wie Ein- und Mehrfamilienhäuser, Doppel- oder Reihenhäuser zu ermöglichen. Da die Grundzüge der Planung nicht tangiert würden, könne die Erweiterung im vereinfachten Verfahren durchgeführt werden.

CDU plädiert für maximal 500 Quadratmeter

Wangler fand den Gedanken für seine Fraktion gut, allerdings lehne man seitens der CDU Reihen- und Mehrfamilienhäuser ab. Zudem plädiere man für kleinere Bauplätze von maximal 500 Quadratmetern. Der Bürgermeister hielt ihm entgegen, dass man 1,5 Parkplätze im Mittel haben wolle.

Auch Michael Hummel (FWV) bestätigte den Trend zu eher kleineren Grundstücken – allerdings blickte er auf den Flächenverbrauch – und der sei bei Mehrfamilienhäusern deutlich geringer. Tendenziell sei die SPD derselben Meinung, so Sprecherin Muschal. Allerdings gebe sie zu bedenken, dass bereits Zweifamilienhäuser als Mehrfamilienhäuser gälten. Eventuell könne man am Rand ein größeres Grundstück ausweisen, ansonsten sehe auch sie kleinere Zuschnitte als geeignet an. Zudem gebe man hinsichtlich der Bauvorgaben mit Geschossflächen und weiteren Flächenzahlen sowieso Grenzen vor.

Ute Meier (SPD) fragte nach, ob die bereits bestehende Straße auch als Erschließung für die neuen Grundstücke möglich wäre, was Strobel angesichts der Höhenunterschiede verneinte.

Erweiterung beschlossen

Bei zwei Befangenheiten wurde die Erweiterung beschlossen mit dem Zugeständnis an kleinere Zuschnitte der Grundstücke (maximal 500 Quadratmeter) und dem Bau von maximal Zweifamilienhäusern.