Michael Ott startet als neuer Pfarrer in der Seelsorgeeinheit. Mit viel Applaus und warmen Worten beginnt in Dunningen ein neues Kapitel.
Übervoll war die Kirche bei der Investiturfeier. Höchst feierlich der Gottesdienst und festlich die musikalische und gesangliche Umrahmung.
Viele freundliche Grußworte fielen sowohl im Gotteshaus wie auch später beim Stehempfang in der Turn- und Festhalle. Das Ankommen an der neuen Wirkungsstätte am ersten Adventssonntag wurde dem neuen Leiter der Seelsorgeeinheit leicht gemacht. „Lieber Michael, du bist in deine schwäbische Heimat zurückgekehrt“ – so begrüßte Dekan Rüdiger Kocholl unter kräftigem Beifall der Besucher den Nachfolger von Hermann Barth. Dieser zählte im Gottesdienst mit zu den Konzelebranten.
Es sang ein gemeinsamer Seelsorgeeinheit-Kirchenchor unter Leitung von Peter Auginski. Ein kleines Orchester sowie die Band Mosaik sorgten für die musikalische Begleitung.
Ein neues Kapitel beginnt
Ott ist in Aichhalden aufgewachsen und hat das Gymnasium in Rottweil besucht. So kamen neben den Bürgermeistern aus dem Seelsorgebereich, Marcus Türk, Peter Schumacher und Peter Schuster der amtierende Aichhaldener Schultes Michael Lehrer und sein Vorgänger Ekkehard Sekinger zur Investitur. Auch Landrat Wolf-Rüdiger Michel wohnte der Feier bei. Die Freude sei groß, dass nach kurzer Zeit die Pfarrstelle wieder besetzt worden sei, „das war ein Glücksfall für die Seelsorgeeinheit“, sagte der gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Michael Rebholz, bei der Begrüßung der Besucher. Es beginne eine neue Zeitrechnung. Ein neues Kapitel werde mit dem heutigen Tag aufgeschlagen.
Danach erfolgte im Beisein der sechs gewählten Kirchengemeinderatsvorsitzenden das förmliche Prozedere mit Verlesen der Ernennungsurkunde, Einweisung in das Amt durch den Dekan, Ablegen des Versprechens und Unterschreiben des Protokolls durch alle Beteiligten.
Symbolisch überreichte Kocholl dem neuen Leiter der Seelsorgeeinheit einen von den Kindergartenkindern gebastelten übergroßen Schlüssel. Warten falle ihm persönlich schwer, räumte Ott in seiner Ansprache an die Gottesdienstbesucher ein. „Immer wieder sage ich zu mir, Herr, gib mir Geduld, aber schnell“, verriet der Geistliche. Doch gerade er habe auf sich warten lassen. Schon vor einem Jahr sei die Stelle vergeben worden. Die einjährige Vakanz in der Seelsorgeeinheit sei jedoch keine Ruhezeit gewesen. Warten bedeute nicht Stillstand. Warten könne auch etwas in Bewegung setzen und Menschen zusammenschweißen.
Wünsche und Ratschläge
„Am ersten Advent starten wir nun gemeinsam unseren Weg – mitten im Alltag“. Darauf freue er sich. Kocholl bedankte sich beim Administrator, Pfarrer Gerhard Huber, wie auch bei Gemeindereferentin Ursula Wöhrle für deren aufopferungsvolle Arbeit während der Vakanz. Die Vertreter der sechs Kirchengemeinden schlossen sich an und überreichten den beiden ein Geschenk. Nach dem Gottesdienst begleiteten die Seedorfer Musiker, die Abordnungen der Feuerwehren und die Kirchenbesucher den neuen Pfarrer und den Dekan zum Stehempfang. Der Landrat wünschte dem neuen Pfarrer einen guten Start. Die Menschen in der Region seien manchmal schwierig, doch wenn man sie mal gewonnen habe, dann habe man sie richtig gewonnen, gab Michel dem Geistlichen als Ratschlag mit.
Von einem „Moment des Aufbruchs und der Gemeinschaft “ sprach Villingendorfs Bürgermeister Marcus Türk, stellvertretend auch für seine Kollegen. Man sei offen für neue Ideen, versprach der Schultes. Im Übrigen habe Ott jetzt schon ein glückliches Händchen bewiesen. Denn: „Sie haben bei ihrer Wahl liebenswerte Gemeinden ausgesucht“. Die Musikkapelle Seedorf unter Leitung von Martin Eger spielte in der Halle noch einige Marschmelodien.