Im Zuge der Umstrukturierungen in der katholischen Kirche wird auch das ein oder andere Gebäude überflüssig. So soll nun das Pfarrhaus in Vöhrenbach verkauft werden.
„Das Mindestgebot für das Objekt (ohne Grundstück) beträgt 173 000 Euro Euro“, wirbt die Kirchengemeinde im Gemeindebrief um potenzielle Käufer. Interessenten können sich bis 15. März melden.
Heike Wildpreth vom kirchlichen Verwaltungsstandort in Villingen-Schwenningen wird als Ansprechpartnerin genannt. Seit dem Wegzug von Pfarrer Martin Schäuble vor zwei Jahren stehe seine Wohnung leer, so Wildpreth. Seither sei ein Verkauf des Gebäudes überlegt worden. Mehrere kirchliche Ebenen seien in den Entscheidungsprozess eingebunden gewesen, die nun alle ihren „Segen“ zum Verkauf der Immobilie erteilt hätten.
Die Verwaltungsbeauftragte räumt ein, dass das Gebäude aus dem Jahr 1969 Sanierungsbedarf hat, um es wieder zu „einem Schmuckstück“ werden zu lassen. Aber das sei eben im Preis berücksichtigt. Im Preis ebenfalls berücksichtigt sei die Tatsache, dass das Grundstück nicht mitverkauft, sondern in Erbbaupacht zur Verfügung gestellt werde. Der monatliche Erbbauzins belaufe sich derzeit auf 175 Euro. Familien mit minderjährigen Kindern erhielten eine Erbbauzinsermäßigung.
Neuer Standort fürs Pfarrbüro wäre das Pfarrzentrum Krone
Das zweigeschossige Gebäude mit Dachboden und integrierter Garage biete gute Nutzungsmöglichkeiten.
Bei einem Verkauf werde das Pfarrbüro ins Pfarrzentrum Krone umziehen, so Pfarrer Harald Bethäuser. Das hat laut Heike Wildpreth auch Vorteile in Form einer besseren Erreichbarkeit im Vergleich zu dem am Hang gelegenen Pfarrhaus am Kälbergässle. Das Pfarrbüro in der „Krone“ werde sich zwar im Obergeschoss befinden. Aber es gebe einen Aufzug.
Die Kirchengemeinde möchte sich vom Pfarrhaus trennen, weil laut Wildpreth klar ist, dass dort kein Pfarrer mehr einziehen wird. Derzeit ist für das obere Bregtal mit den Kommunen Furtwangen, Vöhrenbach und Gütenbach Pfarrer Harald Bethäuser zuständig, unterstützt wird er durch Vikar Sandro Pröbstle. Pröbstle werde im Sommer seine zweite Vikariatsstelle anderswo antreten, so Bethäuser. Er ist zuversichtlich, dass es zu keiner langen Vakanz, sondern nach Pröbstle ein neuer Priester ins obere Bregtal kommen wird.
Weitere Aufgaben für Pfarrer Bethäuser
Bethäuser hat mit der neuen Struktur der katholischen Pfarrgemeinden im Schwarzwald-Baar-Kreis zusätzliche Aufgaben übernommen. So ist er der stellvertretende Leiter der neuen Kirchengemeinde im Quellenland, zu der seit Januar auch die Seelsorgeeinheit Bregtal gehört. Dadurch fehle schon „ein bisschen Zeit vor Ort“, räumt er ein. „Nicht zu viel Zeit. Aber ein halber Tag in der Woche fehlt schon.“ Aber das sei machbar.