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Pfalzgrafenweiler Von Motto-Partys bis zum Box-Club

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Die Teilnehmer des dritten Jugendforums mit Moderatoren, Jugendsozialarbeiterin sowie Vertretern der Schule und der Gemeinde Pfalzgrafenweiler. Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

34 junge Menschen nahmen die Einladung zum dritten Jugendforum in Pfalzgrafenweiler an und stellten sich einen Tag lang der Herausforderung, ihre Ideen für den Ort festzuhalten.

Pfalzgrafenweiler. Unter der Leitung von Bürgermeister Dieter Bischoff und Jugendsozialarbeiterin Jennifer Schilling moderierte ein Team der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) den Workshop in der Festhalle. Nach achtstündigen Arbeitsphasen zu unterschiedlichen Themen in Kleingruppen und im Plenum präsentierten die bis zu 14-Jährigen – meist Werkrealschüler – ihre Ergebnisse im Beisein von Bischoff, Gemeinderätin Sieglinde Rohrer und Realschulleiter Marco Held.

Zunächst hatten sich die Teilnehmer in einem "Worldcafé", moderiert von Christiane Franz (LpB) damit auseinandergesetzt, was sie in Pfalzgrafenweiler bewegt, begeistert und stört. Nach der Vorstellung der Themen wurde in Kleingruppen weitergearbeitet.

Eine Gruppe möchte die Gemeinschaft stärken und gemeinsam Spaß haben. Dazu erarbeitete sie die Idee, an der Schule für die Klassen fünf bis sieben sowie acht bis zehn Motto-Partys zu veranstalten. Sowohl der Bürgermeister als auch Schulleiter Held ergänzten bei der Präsentation, dass solche Veranstaltungen auf die Schüler des Schulzentrums begrenzt sein müssten. Eine Planungsgruppe, das sogenannte Schülerkomitee, will die Partys realisieren.

Mit den Sportanlagen setzte sich die zweite Gruppe auseinander. Aufgefallen war ihr, dass der Sportplatz beim Wasserturm (Bühl) in keinem guten Zustand ist. Gerne würden die Jugendlichen diese Fläche fürs Mountainbiken nutzen. Außerdem fänden sie es klasse, wenn es im Ort einen Box-Club gäbe. Dafür würden sie auch den einen oder anderen Euro lockermachen. Räume wären erforderlich, außerdem müsse jemand "angelockt" werden, der ein Box-Studio eröffnet.

Bürgermeister Bischoff erklärte, dass der Sportplatz multifunktional genutzt werde. Ihm sei bekannt, dass er nicht dauerhaft gepflegt wird. Allerdings korrespondiere die Nutzung nicht mit einer Mountainbike-Anlage. Das Projekt Box-Club beziehungsweise Box-Studio hält Bischoff für eine "mutige Idee". Er und Sieglinde Rohrer empfahlen, die Vereinsvorstände anzusprechen. Eventuell könne der Boxsport als zusätzliche Sparte in einem bestehenden Verein angesiedelt werden.

Gruppe drei hatte das Schulhaus auf der Agenda. Sie monierte Verschmutzungen in den Toiletten, denen sie gerne mit verschließbaren WCs und Eintragungen in Listen begegnen würde. Die Gruppe wünscht sich auch Überdachungen der Sitzbänke im Freien und will die Wände im Schulhaus von den Abschlussklassen gestalten lassen. Farbe in den Klassenzimmern stand ebenso auf der Wunschliste wie neue Fenster und abschließbare Spinde. Die Gruppe wünscht auch, dass der Bäckerverkauf auf die zweite Pause ausgedehnt wird.

Das Problem der Toiletten, so Schulleiter Held, sei bekannt. Er hoffe, dass es im Zuge der Schulgebäude-Sanierung zu Verbesserungen komme. Für die Sitzbänke sei der Schulträger verantwortlich, zur Gestaltung der Wände im Schulhaus sollten die Schüler auf ihn zukommen – das sei leicht umsetzbar, so Held.

Held: Handynutzung in Schule "konfliktträchtig"

Die vierte Gruppe widmete sich dem neuen Jugendraum beim Schulzentrum. Gewünscht wurde, dass dieser montags und donnerstags bereits nach Unterrichtsende ab 12.30 bis 14.20 Uhr geöffnet ist, ebenso von 16 bis 19 Uhr. Freies WLAN wurde ebenfalls angesprochen. Die Gemeinde investiert 400 000 Euro für den Jugendraum, der etwa im Februar eingeweiht werden soll. Der Bau habe sich verzögert, so Bischoff, da die Fenster in der falschen Farbe geliefert worden seien. Die Eröffnungsfeier sollen die Jugendlichen mitgestalten.

Thematisiert wurden auch Discos, Einkaufsmöglichkeiten, Märkte sowie WLAN und Handys an der Schule. Schulleiter Held sprach ein punktuelles Einschalten von WLAN im Schulzentrum an und hält die Nutzung von Handys in der Schule für äußerst konfliktträchtig.

In seinem Schlusswort betonte Bürgermeister Bischoff, dass er die vier bearbeiteten Themen für sehr realitätsbezogen halte. Die Ergebnisse seien eine reife Leistung und keinerlei Hirngespinste. Im Januar stellen die Jugendlichen das Erarbeitete dem Gemeinderat vor.

Moderiert wurde das dritte Jugendforum von Christiane Franz, Benedikt Reusch und Kassander Wachter von der Landeszentrale für politische Bildung. Assistiert hat Praktikant Johannes Brox. Auch Kreisjugendreferentin Magdalena Becht vom Jugendamt des Landkreises Freudenstadt nahm daran teil.

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