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Pfalzgrafenweiler Unter Aufsicht – selbst bis zum Klo

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Von Sabine Stadler

Die Jugendlichen an den Schulen in Pfalzgrafenweiler gehen offenbar diszipliniert mit der neuen Situation um. Seit über einer Woche findet der stufenweise Einstieg in den Unterricht statt. Die Schulleiter sind zufrieden.

Pfalzgrafenweiler. Kleine Gruppen, Abstand, Hände waschen und desinfizieren, so sieht augenblicklich die Situation an den Schulen in Pfalzgrafenweiler aus. Seit 4. Mai findet auch am Schulzentrum Pfalzgrafenweiler in eingeschränktem Umfang wieder Unterricht statt. Die Schulleiter berichten über eine inzwischen bereits gut eingespielte Situation an beiden Schulen. Rund 100 Schüler der neunten und zehnten Realschulklassen werden seit der vergangenen Woche wieder "analog" unterrichtet, das bedeutet, sie besuchen von Montag bis Donnerstag ihre Schule und nehmen am Präsenzunterricht in den prüfungsrelevanten Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch teil.

Bei den Neuntklässlern kommt noch das Wahlpflichtfach – Technik, Französisch oder Alltag, Ernährung und Soziales (AES) – hinzu. Mit dem Präsenzunterricht, der sich täglich auf drei 60-Minuten-Blöcke verteilt, ist es jedoch nicht erledigt. Zuhause geht der sogenannte "Fernlernunterricht" auf digitalem Weg weiter. Die Klassen, so Realschulleiter Marco Held, wurden halbiert, sodass in jedem Unterrichtsraum maximal 14 Schüler anwesend sind. Die Sitzordnung ist vergleichbar mit der beim Abitur üblichen Bestuhlung. Jeder sitzt am Einzeltisch, die Abstandsregeln sind gewahrt.

Neu an diesem Unterricht während der Corona-Krise ist auch, dass die Schüler permanent unter Aufsicht stehen. "Die Lehrkräfte begleiten ihre Schützlinge von der Bushaltestelle bis ins Klassenzimmer", erläutert Held die Situation im Schulzentrum. Selbst die Toiletten werden von Lehrpersonal außen bewacht, damit sich immer nur ein Schüler in diesen Räumen aufhält. "Das kostet immens hohe Personalressourcen", so der Schulleiter.

Da einige Lehrkräfte zu den Risikogruppen gehören, sind nur rund 70 Prozent des Kollegiums im Einsatz. Die Realschule hat eigens für diese Situation Stundenpläne zusammengestellt. Beispielhaft erläutert Held die Veränderung im Technikraum. Hier haben die Technikleute Trennwände angebracht, und die Schüler wechseln wöchentlich zwischen Theorie im normalen Schulraum und in der Folgewoche dann Praxis im Technikraum. An manchen Stellen wurde der Boden mit Kreppband beklebt, um Abstand zu halten.

Die Schüler, so Held weiter, kommen mit Mundschutz ins Schulgebäude und tragen diesen auch während der Busfahrten. Im Unterricht haben sie einen mit ihrem Namen versehenen, festen Sitzplatz und sind in ihrer Bewegungsfreiheit weitgehend eingeschränkt. Trotz dieser besonderen Situation habe sich diese neue Form des Unterrichts gut eingespielt. Die Schüler respektierten die Vorgaben und Regeln vorbehaltlos.

"Wir bereiten uns schon darauf vor, dass nach Pfingsten der Unterricht für die fünften bis achten Klassen starten soll", ergänzte Held im Gespräch mit unserer Zeitung. Bei der Notfallbetreuung haben Realschule sowie Grund- und Werkrealschule (GWRS) Ressourcen gebündelt und bieten diese gemeinsam an. Neben einem Schüler aus der Realschule werden zehn Grundschulkinder betreut. "Damit ist die Kapazität erreicht", sagte der Leiter der GWRS, Lars Waffenschmidt.

Lediglich eine neunte Klasse wird im Langbau unterrichtet, während die Realschüler im Hauptgebäude untergebracht sind. Auch der Pausenhof wurde getrennt. Insgesamt 28 Neuntklässler werden seit 4. Mai von vier Lehrkräften in zwei 14er-Gruppen in den größten Unterrichtsräumen unterrichtet. Sie machen versetzte Pausen und sitzen – wie die Realschüler auch – an Einzeltischen. Sie werden in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch auf die Hauptschul-Abschlussprüfung durch den Präsenzunterricht vorbereitet.

Ab Montag, 18. Mai, kommen dann 63 Schüler der vierten Grundschulklasse hinzu. Die einzelnen Klassen werden dann auf die Hälfte reduziert und in Gruppen eingeteilt. Waffenschmidt sprach von einem täglich rollierenden System und versetzten Pausenzeiten. Neben dem Präsenzunterricht gilt auch für die Werkrealschüler: zusätzliches Lernen mittels Fernlernangebot. Den Weg zur Schule nehmen rund 60 Schüler mit sechs Bussen wahr, das verteile sich gut. Darüber hinaus gibt es eine Busaufsicht. Die meisten Kinder kommen jedoch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule. Auch Waffenschmidt bestätigt, dass sich die Schülern an die Regeln halten.

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