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Pfalzgrafenweiler Quereinsteiger wird Finanzvorstand

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Der neue Vorstand Martin Bernhardt (von links) steht im Kreise seiner Vorstandskollegen Siegfried Neub und Klaus Gall neben Aufsichtsratsvorsitzendem Reinhold Möhrle.Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

Dritter Wechsel im Finanzvorstand innerhalb von fünf Jahren. Nachdem Achim Wiedemann nach zweijähriger Tätigkeit ausgeschieden war, übernahm Martin Bernhardt bereits im April dieses Jahres die Aufgaben des Finanzvorstandes der WeilerWärme.

Pfalzgrafenweiler. "Er ist einer von uns", sind sich seine Vorstandskollegen einig und "er passt perfekt in unsere Organisationsstruktur und das Team". Gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Klaus Gall und Siegfried Neub präsentierte Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Möhrle den neuen Mann im Vorstand, den 59-jährigen Martin Bernhardt aus Wörnersberg.

Bereits vor fünf Jahren hatte Möhrle den in Oberhausen geborenen und in Essen aufgewachsenen verheirateten Vater von zwei Kindern auf die Übernahme des Vorstandspostens angesprochen. Damals konnte er sich noch nicht dazu durchringen, in das Team der WeilerWärme einzusteigen, doch erschien jetzt die erneute Anfrage für ihn passend.

Der Jahresvertrag von Vorgänger Achim Wiedemann war abgelaufen, sagte Möhrle, ein gemeinsamer Nenner für eine weitere Zusammenarbeit konnte nicht gefunden werden und somit wurde dessen Vorstandstätigkeit nicht fortgeführt. Bekannt sei, so der Aufsichtsratsvorsitzende, dass Wiedemann sich beruflich verändern wolle, die WeilerWärme hat sich darüber hinaus auf Stillschweigen verständigt.

Sein Nachfolger, der neue Mann in den Reihen des dreiköpfigen Vorstands, kam als 18-Jähriger vom Ruhrpott nach Pfalzgrafenweiler, lebte fünf Jahre in Bösingen und hat sich inzwischen mit seiner Frau und dem 17-jährigen Sohn sowie der 11-jährigen Tochter in Wörnersberg häuslich niedergelassen. Hier übernahm er auch im Gemeinderat die Aufgaben des Bürgermeister-Stellvertreters.

Zukünftig soll die Arbeit noch transparenter werden

Beruflich blickt Bernhardt auf eine Ausbildung als Maschinenbauer und ein anschließendes Techniker-Studium zurück. Die vergangenen 18 Jahre war er Vertriebs- und Marketingleiter eines amerikanischen Konzerns, für den er viel unterwegs war, nicht nur deutschlandweit, sondern auch in Österreich und der Schweiz.

2013 zog er die Reißleine, stieg auf Halbtagsbasis in den Unternehmensaufbau ein und ist auch heute noch zu 50 Prozent bei einem Planungsbüro für gehobenen Grünraum in Egenhausen tätig. Die ihm darüber hinaus zur Verfügung stehende Arbeitszeit setzt er seit knapp drei Monaten auf neuem Terrain ein. "Die Geschäftsphilosophie stellt sich für mich passend dar", sagte er über seinen neuen Wirkungskreis. Er sieht großes Potenzial bezüglich der Visionen der WeilerWärme in Bezug auf den Klimawandel und die Energiepolitik. Ihn begeistert das Energiewendekonzept und als "Vertriebsmensch" werde er sich nicht nur auf die Suche nach weiteren Kunden für die genossenschaftlich strukturierte WeilerWärme machen, sondern auch nach Einsparpotenzialen suchen.

Innerhalb der Vorstandschaft wird "Hand in Hand" gearbeitet und die Vorstandsmitglieder spielen sich die Bälle gegenseitig zu. Dabei soll die Arbeit künftig noch transparenter werden. Die WeilerWärme verfolge dabei verschiedene Ziele, wie den Ausbau der E-Mobilität sowie das Erschließen sämtlicher Teilorte, so die Aussagen der drei anwesenden Vorstände. Die Vorstandskollegen äußerten, dass ihnen noch ein "Vertriebler" im Team gefehlt habe. Und mittelfristig strebe die Genossenschaft auch eine ordentliche Dividende für ihre Mitglieder an.

Zu Bernhardts Job im Vorstand gehört auch das Thema Geldanlagen. Einig sind sich sowohl die Vorstände Gall und Neub als auch Aufsichtsratsvorsitzender Möhrle, dass mit Martin Bernhardt das Team gut aufgestellt sei und mit ihm die ideale Besetzung gefunden werden konnte, um auch die jetzige Durststrecke gut zu durchlaufen. Dies betrifft die Versorgung aller Ortsteile von Pfalzgrafenweiler mit schnellem Internet, wobei die Ortsteile genauso behandelt werden müssen, wie der Hauptort.

  WeilerWärme. In Pfalzgrafenweiler gründeten Bürger im Jahr 2009 eine Genossenschaft mit dem Ziel einer günstigen, unabhängigen und umweltfreundlichen Wärmeversorgung der Mitglieder. Heute versorgt das rund 26 Kilometer lange Nahwärmenetz der WeilerWärme eG einen Großteil der privaten Haushalte im Ort sowie zahlreiche öffentliche Gebäude wie Rathaus, Kindergarten, Schulzentrum, Altenheim und Hallenbad mit erneuerbarer Heizwärme aus einem Holzhackschnitzelwerk, einer Biogasanlage und mehreren Blockheizkraftwerken.

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