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Pfalzgrafenweiler Jahrhundertereignis auch für den Ort

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Bösingen empfängt seinen Doppelweltmeister: am Brunnen (von links) Lisa Beck, Jasmin Brauchle, Steffen Brauchle, Anna Genkinger, Claus Kübler, Rudi Kaiser, Eberhardt Kaiser, Heide Mast, Rainer Rentschler und Adolf Gärtner. Foto: Schwark Foto: Schwarzwälder Bote

Mit Steffen Brauchle hat Bösingen nun einen zweifachen Weltmeister in seinen Reihen. Am Wochenende holte sich der 31-jährige Pony-Vierspänner-Fahrer bei der WM in Kisberl (Ungarn) Gold in der Einzelwertung und mit der Mannschaft.

Pfalzgrafenweiler-Bösingen. Mit einem spontanen Empfang wurde Steffen Brauchle am Montagabend zusammen mit seinen Beifahrerinnen – seiner Ehefrau Jasmin, geborene Genkinger, und Anna Genkinger – vom Ortschaftsrat und den Bösingern nach dem erfolgreichen WM-Auftritt willkommen geheißen.

Nach der 900 Kilometer langen Rückfahrt, unterbrochen durch einen kurzen Abstecher bei seinen Eltern in Lauchheim-Hülen, traf Brauchle gegen 18 Uhr in Bösingen ein, wo er seit eineinhalb Jahren seine neue Heimat gefunden hat. Der Posaunenchor Bösingen empfing den neuen Doppelweltmeister feierlich mit der Nationalhymne.

Glückwunsch-Banner am Hirschbrunnen

"Wir sind begeistert und stolz auf dich", nahm Ortsvorsteher Adolf Gärtner den neuen Weltmeister in Empfang. Dessen Erfolg sei für Bösingen "ein sportliches Jahrhundertereignis". Der 29. September sei nicht nur für Brauchle, sondern auch für Bösingen zum absoluten Freudentag geworden, betonte Gärtner unter großem Beifall. Mit seinem grandiosen Sieg sei Brauchle mit seinem Team nicht nur Botschafter für seine Sportart, das Gespannfahren, sondern auch für Bösingen und die Gesamtgemeinde Pfalzgrafenweiler, so Gärtner.

Zur Begrüßung hatte der Ortschaftsrat noch rasch ein großes Glückwunsch-Banner anfertigen lassen. Dieses belegt nun beim Hirschbrunnen und Eingang zur Mahdgasse unübersehbar: Bösingen hat einen Doppelweltmeister im Pony-Vierspänner. Gärtner überbrachte die Grüße von Bürgermeister Dieter Bischoff, der verhindert war, aber ausrichten ließ, dass er noch persönlich gratulieren werde.

Brauchle stammt aus einer namhaften Gespannfamilie die auf der Ostalb beheimatet ist. "Die Leidenschaft zum Gespannfahren wurde mir quasi in die Wiege gelegt", sagte er beim Empfang. Seit 2007 ist Brauchle erfolgreicher Gespannfahrer. Zehnmal war er bereits deutscher Meister und mehrfach Landesmeister im Zweier- und Vierergespann. Vor dem jetzigen Coup war der größte internationale Erfolg des 31-Jährigen ein neunter Platz bei der WM in Minden/Westfalen im Jahr 2007.

"Ruhe, Konzentration und das Gespür für die Leinen zeichnen den erfolgreichen Fahrer aus", erklärte der neue Weltmeister. Doch ohne eingespielte Beifahrer sei der Erfolg nicht möglich, wenn man mit der Dressurkutsche auf der Bahn oder dem Marathonwagen im Gelände unterwegs sei. Herausforderungen bei der Dressur sind Bahnfiguren mit verschiedenen Tempowechseln. Bei der Geländefahrt sind acht Hindernisse zu bewältigen – in der richtigen Reihenfolge und so schnell wie möglich.

Brauchle dankte seinen Beifahrerinnen und Lisa Beck, die das Team bei der WM unterstützte und die Ponys versorgte. Brauchle ging für den Pferdesportverband Schloss Kapfenburg an den Start. In Ungarn setzte er sich gegen 24 Teams aus 16 Nationen durch.

Kirchliche Trauung steht noch aus

"Das Tierwohl steht für mich immer an erster Stelle", betonte er beim Empfang. So sei er bei Meisterschaften immer mit fünf Ponys unterwegs, um eventuell ein gehandicaptes Tier austauschen zu können. Im top-gepflegten Stall von Familie Genkinger fühlen sich die insgesamt acht Ponys von Brauchle wohl.

Sein Schwiegervater Thomas Genkinger war 24 Jahre erfolgreich im Fahrsport unterwegs. Bei einem dieser Wettbewerbe lernte Brauchle seine jetzige Ehefrau Jasmin kennen. Die kirchliche Trauung steht noch aus. Sie findet am 12. Oktober ab 13.30 Uhr in der evangelischen Kirche in Bösingen statt. "Die Spatzen pfeifen es vom Dach", ließ prompt der Ortsvorsteher durchblicken: "Hier soll es ein grandioses Hochzeitsgespann geben."

Gärtner dankte seinem Stellvertreter Rudi Kaiser für die Gestaltung des kurzfristig anberaumten Empfangs und Friedhard Walz, der mit dem Weltmeister ein Interview führte. Auf Steffen Brauchle wartet nun bei der Firma Homag in Schopfloch wieder seine Arbeit. Dort ist Brauchle Maschineneinfahrer.

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