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Pfalzgrafenweiler Ein Leitbild für die Bewirtschaftung

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Junggemeinderat Philipp Dölker beim Einführungsvortrag zu seiner Bachelorarbeit. Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

Unter die Überschrift "Neukonzeption der Zielsetzung des Gemeindewaldes Pfalzgrafenweiler" stellt das junge Ratsmitglied Philipp Dölker seine Bachelorarbeit. Der Auftakt hierzu war sein Einführungsvortrag vor dem örtlichen Gemeinderat.

Pfalzgrafenweiler. Die Gemeinde Pfalzgrafenweiler besitzt Wald auf einer Fläche von rund 400 Hektar. In der Vergangenheit wurde die Forstwirtschaft durch vermehrte Sturmaufkommen, Trockenjahre und in Folge von Borkenkäferplagen vor neue Herausforderungen gestellt. Auch in der Klimadiskussion pendelt der Wald zwischen dem "Retter" und anderseits dem "Opfer", da in ihn die Hoffnung auf Senkung der CO2-Werte gesetzt wird, obwohl er selbst durch den Klimawandel bedroht ist.

Durch die veränderten Rahmenbedingungen und Anforderungen müssen die Zielvorstellungen an den Wald überdacht werden. Hier setzt die Studienabschlussarbeit von Ratsmitglied Philipp Dölker an, der momentan an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg studiert. Ziel der Bachelorarbeit ist die Erstellung eines Leitbilds für die kommunale Waldbewirtschaftung unter Berücksichtigung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion.

Vor den Ratsmitgliedern erläuterte er in seinem halbstündigen Vortrag ohne seinen betreuenden Professor Michael Rumberg die heutige multifunktionale Forstwirtschaft und das sich hieraus ergebende Spannungsfeld. "Ein eigener Weg muss gefunden werden", ist sich Dölker sicher. Bisher gab es für den Gemeindewald Pfalzgrafenweiler kein Leitbild, aus dem hervorgeht, wo der Weg hingehen soll und welche konkreten Maßnahmen erforderlich werden.

In seinem Kurzreferat beleuchtete er die Bestandssituation im Wald rund um Pfalzgrafenweiler, wo Fichten neben Weißtannen sowie Buchen überwiegen und die Stürme Wiebke und Lothar in den Jahren 1990 und 1999 rund die Hälfte der Bäume umgeworfen hatten. Dölker sprach über die gesunkenen Holzpreise ebenso wie über einen Investitionsrückstau im Bereich der Sturmflächen in der Größenordnung von mehr als 600 000 Euro, aber auch über Wildschäden.

Auch die Bedeutung des Walds im Bereich Tourismus und Erholung war Thema seiner Einführung, ebenso der Rückgang der insgesamt 60-prozentigen Waldfläche auf Gemarkung Pfalzgrafenweiler um drei Hektar für das Gewerbegebiet Schornzhardt.

Gemeinderäte nehmen an Umfrage teil

Eine mögliche Veränderung der Baumarten in der Zukunft wurde ebenfalls angesprochen. "Dies bedeutet für jedes Prozent Änderung einen großen Kraftakt", so Revierförster Roland Knob, der mit Björn Uerpmann vom Kreisforstamt an der Sitzung des Gemeinderats teilnahm.

Das weitere Vorgehen von Ratsmitglied Dölker sieht vor, dass alle Gemeinderäte eine E-Mail mit Link zu einer Plattform erhalten. Dort sollen möglichst alle an einer maximal 45-minütigen Umfrage teilnehmen. Aus den dabei generierten Daten, die Dölker ausarbeitet, wird er seine Thesis erstellen. Sobald die Studienabschlussarbeit fertig ist, wird sie nach vorheriger Ankündigung in einer Gemeinderatssitzung öffentlich vorgestellt.

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