Über 60 gemeinsame Ehejahre freuen sich Doris und Vinzenz Schimpfle aus Pfalzgrafenweiler. Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder Bote

Ehejubiläum: Doris und Vinzenz Schimpfle feiern diamantene Hochzeit

Pfalzgrafenweiler. Doris und Vinzenz Schimpfle aus Pfalzgrafenweiler haben am Ostermontag ihre diamantene Hochzeit gefeiert. Für die 60 gemeinsamen Ehejahre, in denen ihnen drei Kinder und sechs Enkelkinder geschenkt wurden, ist das Paar dankbar.

Vinzenz Schimpfle ist vielen als langjähriger Geschäftsführer der Unternehmensberatung Schuler bekannt. Seine Frau Doris war die erste Frau im Gemeinderat Pfalzgrafenweiler und über viele Jahre stellvertretende Bürgermeisterin. Doch trotz beruflichen und ehrenamtlichen Engagements stand die Familie stets an erster Stelle.

Gefragter Berater und Vortragsredner

Kennengelernt haben sich die beiden bei der Arbeit. Doris Schimpfle, die aus Metzingen stammt und dort eine, wie sie sagt, "schöne Kindheit und Jugend" verbracht hat, arbeitete in der Buchhaltung und Leitung der Verwaltung einer Firmengruppe in Urach, zu der Altersheime und Einrichtungen für behinderte Jugendliche gehörten.

Vinzenz Schimpfle, im bayrischen Prittriching bei Landsberg am Lech geboren, war nach Schreinerlehre und Studium zum Diplomingenieur zu dieser Zeit Geschäftsführer einer Holzwarenfabrik, die dieser Firmengruppe ebenfalls angehörte. Dort lernten sich die beiden kennen, verloren sich dann aber wieder aus den Augen. Als sie sich bei der Hochzeit einer Arbeitskollegin wiedertrafen, hat es gefunkt. Am 5. April 1961 gab sich das Paar in Metzingen das Jawort.

Doris Schimpfle zog nach Pfalzgrafenweiler, wo ihr Mann einer von drei Geschäftsführern der Unternehmensberatung Schuler mit rund 15 Mitarbeitern war. Im Lauf der Jahre baute er sie mit zu einem mittelgroßen Unternehmen mit bis zu 60 Mitarbeitern auf und entwickelte schon früh eine firmenspezifische jährliche Mitarbeiterbeteiligung. Seine Frau nahm am neuen Wohnort ihre buchhalterische Tätigkeit wieder auf, bis die älteste Tochter geboren wurde. 1966 zog die kleine Familie in das neue Haus in der Siedlung Heide. Mit der Geburt eines Sohnes und einer weiteren Tochter war die Familie komplett.

Zehn Jahre Vertreterin des Bürgermeisters

Vinzenz Schimpfle war viel unterwegs – als Erst- und Konzeptberater mehrerer hundert Unternehmen, als Vorstand in einem deutschen Beraterverband, als Planer und Leiter des "Weltkongress Holz", der in Deutschland ausgerichtet wurde, sowie einer Kongressreihe zur Industriemesse Hannover, als Dozent an der Fachhochschule Rosenheim und zu zahlreichen Vorträgen an Universitäten, Fachhochschulen und Verbänden im In- und Ausland.

Als Doris Schimpfle gefragt wurde, ob sie für die CDU-Fraktion im Gemeinderat kandidieren würde, sagte sie zu. Dass sie bei ihrer ersten Kandidatur gewählt werden und 1975 als erste Frau in den Gemeinderat Pfalzgrafenweiler einziehen würde, damit hatte sie nicht gerechnet. Bis 1999 engagierte sie sich für ihre neue Heimatgemeinde – zehn Jahre lang auch als stellvertretende Bürgermeisterin.

Für das Singen in verschiedenen Chören im Landkreis blieb da keine Zeit mehr. Doris Schimpfle war zudem acht Jahre lang Schöffin am Amtsgericht Freudenstadt und Hilfsrichterin am Verwaltungsgericht Karlsruhe.

In der knappen Freizeit, die dem Ehepaar blieb, stand die Familie stets an erster Stelle. Gemeinsam ging es auf den Tennisplatz, zum Skifahren oder zum Segeln an den Bodensee. Als Vinzenz Schimpfle 1999 in den Ruhestand trat, blieb ihm endlich Zeit, sein berufliches Fachwissen in einem Buch zur Unternehmensführung niederzuschreiben. Auch seine Dozententätigkeit an der Fachhochschule Rosenheim setzte er fort. Bei schönem Wetter trifft man das Ehepaar Schimpfle noch heute auf dem Tennisplatz. Am meisten freuten sich beide jedoch auf die Skiurlaube zu Ostern in Verbier, bei dem stets die ganze Familie zusammen kam. Zuletzt musste der Familienurlaub jedoch coronabedingt zweimal ausfallen. Doris und Vinzenz Schimpfle hoffen nun, dass sie diese liebgewordene Tradition im kommenden Jahr fortsetzen können.

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