Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Pfalzgrafenweiler Aus kleiner Firma wird Weltmarktführer

Von
Hedwig Uhlmann durchtrennte das Band am Eingang des neuen Büro- und Kommunikationsgebäudes der Firma Koch Pac-Systeme. Fotos: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

1969 von Dieter Koch gegründet, hat das Unternehmen Koch Pac-Systeme am Donnerstagnachmittag mit einem Festakt seinen 50. Geburtstag gefeiert. Gleichzeitig wurde das neue Büro- und Kommunikationsgebäude eingeweiht. Hedwig Uhlmann durchtrennte das Band.

Pfalzgrafenweiler. Im vergangenen halben Jahrhundert hat Koch Pac-Systeme sich vom kleinen Unternehmen zum internationalen Systempartner für kundenspezifische Verpackungslösungen gewandelt. Im Dreiklang aus Tradition, Motivation und Innovation verzeichnet das in Pfalzgrafenweiler angesiedelte Unternehmen ein konstantes und solides Wachstum mit nun 427 Mitarbeitern weltweit und einem Umsatz von 72 Millionen Euro. 50 Auszubildende und Studenten gehören ebenfalls dazu.

An die Spitze mit nachhaltiger Verpackung

In seiner Begrüßung beim Festakt vor zahlreichen geladenen Gästen erinnerte Geschäftsführer Harald Jung an die erste Verpackungsmaschine, die damals an die Firma L’Oreal nach Karlsruhe geliefert wurde. Inzwischen ist das Unternehmen Weltmarktführer, der seinen Vorsprung mit nachhaltiger Verpackung aus recyclingfähigem Karton stetig ausbaut.

Tobias Uhlmann, Inhaber und Vorsitzender des Beirats, ließ die risikoreiche Entscheidung zur Übernahme von Koch durch die Uhlmann- Gruppe im Jahr 2006 Revue passieren. Das Unternehmen sei trotz Übernahme und Wachstum "Koch-Familiengruppe" geblieben, sagte Uhlmann. Kurz nach der Übernahme sei gebaut und die Fläche verdoppelt worden, auch in den vergangenen Jahren seien Erweiterungen erfolgt, als Voraussetzung für weiteres Wachstum.

Geschäftsführer Karl Kappler sprach über ein durchschnittliches Wachstum von 16 Prozent in den vergangenen acht Jahren. Gewachsen sei das Unternehmen auch in der Fläche und an Mitarbeitern. 2012 wurde erstmals die Produktionshalle erweitert, inzwischen sind der IT-Bereich und das Controlling neu entstanden. Damit sei das am Donnerstag eingeweihte Kommunikationsgebäude erforderlich geworden, so Kappler. Es beherbergt neben der Geschäftsführung und dem Controlling auch das Marketing und die IT sowie den Personalbereich.

Redner loben Standorttreue

Im Erdgeschoss ist der Empfang untergebracht, außerdem moderne Kundenbesprechungs- und Freizeiträume. Eine Neustrukturierung war laut Kappler nötig, um räumlich zusammengehörende Bereiche auch zusammenzulegen. Der Gesamtkostenrahmen von rund fünf Millionen Euro sei nahezu eingehalten worden.

Mitarbeiter Mike Burkhardt, der während der Umbauphase viel Zeit in Mitwirkung investierte, erhielt von der Geschäftsführung für sein Engagement ein Präsent. Das gesamte Personal wird bei einem Mitarbeiteressen zu einem späteren Zeitpunkt das Firmenjubiläum feiern.

Für Architekt Werner Schmidt war der Neubau in Funktion und Gestaltung sein bisher anspruchsvollster. Der Bau zeichne sich durch eine markante Fassade aus und zeige ein stringentes und klar erkennbares Muster. Der Außenbereich sei aufgewertet, im Innenbereich seien durch Parkettböden Akzente gesetzt worden. Schmidt erinnert an den Baubeginn im Mai 2015. Seit diesem März sei der Innenausbau gelaufen, im Oktober seien die ersten Büros bezogen worden.

Grußworte – und Grüße vom Landtagsabgeordneten Norbert Beck – überbrachte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (CDU). Er hob besonders die Standorttreue des Unternehmens hervor, die der ländliche Raum brauche, und war erfreut über die Schaffung von Arbeitsplätzen, die kurzen Wege und damit CO2-Einsparungen nach sich zögen.

Für den Landkreis Freudenstadt überbrachte der erste Landesbeamte Reinhard Geiser die Grüße von Landrat Klaus Michael Rückert. Auch er freute sich über die Standorttreue und die Entwicklung des Unternehmens, das im Landkreis gute Rahmenbedingungen vorfinde. Seitens der Handwerker und gleichzeitig als Stellvertreter von Bürgermeister Dieter Bischoff überbrachte Horst Dieterle die Grüße aller am Bau beteiligten Handwerker und der Gemeinde Pfalzgrafenweiler.

FDP-Landtagsabgeordneter Timm Kern sprach über die mittelständische Industriequalität als Rückgrat der deutschen Wirtschaft sowie des Wohlstands und hob die Ausbildungsquote in Höhe von zwölf Prozent bei Koch Pac-Systeme hervor.

"Unternehmen wie Koch Pac-Systeme prägen die Region und tragen den guten Namen in die Welt", sagte der Geschäftsführer der IHK Nordschwarzwald, Martin Keppler. Er lobte die herausragende Qualität als Ausbildungsbetrieb und überbrachte als Geschenk einen Weiterbildungsgutschein für Mitarbeiter oder Auszubildende.

Im Anschluss schnitt Hedwig Uhlmann, die Mutter von Tobias Uhlmann, dem Vorsitzenden des Beirats und Inhaber des Unternehmens, das Band am Eingang des Kommunikationsgebäudes durch. Bei einem geführten Rundgang durch den Neubau konnten die Gäste den dreistöckigen Bau besichtigen. Im Anschluss begegneten sich die Gäste beim Umtrunk und Imbiss im Foyer.

Fotostrecke
Artikel bewerten
7
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.