Mit dem Nachtumzug ist die Fasnet im Villinger Umland eröffnet: Trotz Winterwetters zogen viele Narren durch Pfaffenweiler – beste Stimmung bei Zuschauern und Akteuren.
Die Fasnetsumzug-Saison im Villinger Umland ist mit dem Pfaffenweiler Nachtumzug eröffnet.
Eine volle Stunde lang schlängelte sich der närrische Bandwurm durch den Ort, trotz oder vielleicht auch gerade wegen der echt winterlichen Verhältnisse. Gesundheits- und Wetterverhältnissen geschuldet waren es dieses Mal eben weniger als die angekündigten 48 Gruppen mit 1400 Narren. Trotzdem, beste Stimmung miteinander, Narren und Zuschauer haben geradezu aufeinander gewartet.
Schlagartig ein anderes Ortsbild
Man befand sich im gegenseitigen Wohlfühlmodus und harmonierte bestens miteinander. In kürzester Zeit hatte sich der Ort überfallartig mit fast mehr närrischen Zuwanderern gefüllt als Pfaffenweiler Einwohner hat.
Beim närrischen Empfang vor dem Umzug ließ es sich Oberbürgermeister Jürgen Roth nicht nehmen, sich unter die Mäschgerle zu mischen. Fluch und Segen der närrischen Bürokratie stand auf dem Spickzettel. Immerhin, wer eine Besenwirtschaft eröffnen will, darf das, aber natürlich auch auf eigene Verantwortung.
Die Zünfte und Gruppierungen kamen überwiegend aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis. Viele nahmen erstmals am Nachtumzug teil, aber auch viele bekannte Gesichter, ein Narrentreffen der eher kleineren Narrenvereine der Region.
Die weiteste Anreise hatten die Hühnerlochfelsengeister aus Öflingen bei Wehr am Hochrhein, aber auch die Gugger aus Pfaffenweiler im Markgräflerland sind ja auch nicht nur um die Ecke.
Heerscharen von Hästrägern
Mit ganzen Heerscharen von Hästrägern rückten die Villinger Hexen an, und auch Weilersbach war mit den Epfelschittlern und den Ammelbachhexen sehr stattlich vertreten. Wer Näheres über die teilnehmenden Gruppen wissen wollte, erfuhr es von den Umzugssprechern.
Die markantesten Plätze am Umzugsweg waren auch illuminiert, so dass sich Zuschauer und Narren nicht nur im Schummerlicht begegnen mussten.
Nach dem Umzug war noch lange nicht Schluss. Die Festhalle, das Festzelt auf dem Bolzer waren proppenvoll, die anderen Besenwirtschaften eher übersichtlich. Vielleicht lag es doch am Wetter, dass alle recht schnell wieder abrückten und es ein doch mehr oder weniger ruhiger Abend wurde.