Das einstige Firmengebäude von Pfaff & Schlauder, später Bruker Technik und Bruker Spalek in der Schramberger Berneckstraße. Foto: Fritsche

Die „Nutzungsoptionen“ für das zwischendurch als Flüchtlingsunterkunft geplante Fabrikgebäude in der Berneckstraße in Schramberg scheinen konkreter zu werden.

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr hatte im Sommer Gespräche zur Zukunft von Pfaff und Schlauder bestätigt. Gespräche, in denen es um Nutzungsoptionen für das ehemalige Fabrikgebäude gehe, die „Informationshoheit“ läge aber beim Eigentümer. Horst P. Schikorr, geschäftsführender Gesellschafter der Wirtschaftskanzlei HGS in Singen, erklärte damals auf Anfrage unserer Redaktion, er könne dazu keine Einzelheiten mitteilen.

 

Bauvoranfrage gestellt

In ihrer Haushaltsrede ging Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr erstmals wieder öffentlich auf das Thema ein: „Unser Stand ist, dass die Eigentümer für ein Wohnprojekt eine Bauvoranfrage planen.“

Stadt verweist auf Eigentümer

Auf die Frage, um was für ein Wohnprojekt es sich handle und wie Stand sei, verwies die Stadt erneut auf Eigentümer Schikorr. Dieser äußerte sich folgendermaßen: „Die Planungen laufen, um das Gebäude möglichst bald einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.“ Ursprünglich hatte Schikorr dort eine Flüchtlingsunterkunft geplant.

Wechselnde Namen

An der Stirnseite des Gebäudes in der Berneckstraße steht als Firmenname noch immer „Bruker Technik GmbH“, Nachfolger von Pfaff und Schlauder bei der Nutzung des Fabrikgebäudes. Aus Bruker Technik wurde in der Folgezeit Bruker Spalek und entsprechend änderte sich das Firmenschild. Als Bruker Spalek um die Jahreswende 2015/2016 nach Hardt umzog, wurde das Schild wieder abgehängt und Bruker Technik GmbH kam wieder zum Vorschein.

Einst bei Kern Liebers

Bruker Spalek gehörte seit 2005 zur Kern Liebers Gruppe und wurde 2024 verkauft an die Ulbrich Specialty Wire Products mit Hauptsitz in Westminster im US-Bundesstaat South Carolina.