Der Beitrag des Zollernalb-Klinikums in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram. Foto: Screnshot/@zollernalbklinikum/instagram.com

Alarmstufe Rot wegen explodierender Preise: Das Zollernalb-Klinikum hat seine Follower auf Facebook und Instagram dazu aufgerufen, eine Petition der deutschen Krankenhäuser an die Bundesregierung zu unterschreiben.

Zollernalbkreis - Vom Zollernalb-Klinikum kennt man sonst fast nur Beiträge, die fröhlich sind: Gesundheitstipps, Einblicke in die Arbeit, Firmenlauf, Urkunden. Der aktuelle Beitrag erschreckt jedoch, zeigt die dramatische Situation, in der sich die Krankenhäuser befinden: Ein Foto des Klinikums ist mit einem roten Filter überlegt, darauf heißt es "Alarmstufe Rot: Krankenhäuser in Gefahr! Jetzt Petition unterschreiben." Der Link zu Petition ist angefügt.

Aufforderung an die Bundesregierung

Angesichts der "unabwendbaren Kostensteigerungen durch Inflation, Gasumlage und Tarifsteigerungen" wird die Bundesregierung in der Petition aufgefordert, "entschlossen zu handeln und die Krankenhäuser wirksam zu unterstützen". Wörtlich heißt es darin weiter: "Die deutschen Krankenhäuser sind in Gefahr", denn "Betten auf Intensivstationen müssen gesperrt, Behandlungen müssen kurzfristig abgesagt werden, Patienten warten immer länger auf notwendige Behandlungen." Rund 60 Prozent der deutschen Krankenhäuser machten bereits Verluste.

Energiekosten, Inflation, Corona,

Laut Beate Fleiner, Pressesprecherin des Zollernalb-Klinikums, könne die Höhe des Defizits zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden. "Aber", so Fleiner weiter, "wir rechnen – Stand heute – für das kommende Jahr mit Mehrausgaben von zirka 3,5 Millionen Euro wegen gestiegener Sach- und Energiekosten." Ganz abgesehen von den "Nachwirkungen der Coronakrise und dem Fachkräftemangel".

Klinikum gibt sich kämpferisch

Das Krankenhaus gibt sich dennoch kämpferisch und lässt verlauten: "Das Zollernalb-Klinikum setzt alles daran, seinem Versorgungsauftrag trotz der widrigen Umstände vollumfänglich nachzukommen." Das zeigten auch die steigenden Leistungszahlen deutlich. Im Vergleich zu anderen Kliniken habe das Klinikum deutlich weniger Leistungseinbußen zu verzeichnen, was aus den Benchmark Zahlen ersichtlich sei.

In der kommenden Woche will sich das Klinikum noch einmal ausführlicher in der Sache äußern.