Top-Schütze Peter Sidi ist momentan total am Boden zerstört. Foto: Michael Kienzler

Peter Sidi, der Top-Schütze des Luftgewehr-Bundesligisten SSVg Brigachtal, hatte seinen Startplatz für seine dann bereits sechsten Olympischen Spiele (Luftgewehr und Kleinkaliber) schon sicher, doch er wurde vom ungarischen Schützenverband für zwei Jahre gesperrt.

Was war passiert? Sidi soll beim Weltcup in Indien im März diesen Jahres einem ungarischen Teamkonkurrenten ein Doping-Mittel ins Getränk gemischt haben. Inzwischen hat der Weltklasse-Schütze, der alle Vorwürfe bestreitet, zwei zivilrechtliche Klagen in Ungarn gegen die Sperre laufen. Er will zudem vor das Internationale Sportgericht in Lausanne ziehen. Sportlich-tragisch ist diese Geschichte umso mehr, weil sich Peter Sidi in einer Top-Form befand. Die Zeit bis Tokio scheint ihm aber nun davonzulaufen.

Brigachtals Trainer Alain Guignard, der seit vielen Jahren mit dem Ungarn zusammenarbeitet, ist fassungslos: "Diese Vorwürfe des ungarischen Verbandes sind in meinen Augen völlig haltlos. Peter Sidi ist für mich ein tadelloser Sportsmann." Klar ist aber auch: Bleibt es bei der langen Sperre für den ungarischen Top-Sportler, dann müssten auch die Brigachtäler auf ihn in der Bundesliga verzichten, was ein sehr großes Handicap wäre.

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