Es ist ein gebürtiger Ostfriesländer, der das Musikleben der Bergstadt entscheidend mitgeprägt hat. Heute feiert Peter Dönneweg seinen 85. Geburtstag.
St. Georgen - Am heutigen Donnerstag feiert Peter Dönneweg seinen 85. Geburtstag. Der Mitbegründer der Jugendmusikschule und ehemalige Leiter des Jugendsinfonieorchesters war eine, wenn nicht die prägende Persönlichkeit in Sachen Musik in der Bergstadt ab 1967.
Dönneweg ist in Leer, Ostfriesland, geboren. "Ich bin also ein echter Leeraner", so bezeichnen sich die Einwohner der Stadt nahe der Emsmündung in die Nordsee. Dönneweg stammt aus einer Kaufmannsfamilie. Ursprünglich wollte er nach dem Abitur Jura studieren. Sein Interesse galt dem Seerecht.
Es geht nach "Badisch-Sibirien"
Aber es kam anders. Sein damaliger Musiklehrer an der Schule, der Organist Kurt Schulz, inspirierte den jungen Peter, sich der Musik zuzuwenden. Und so beschloss Dönneweg, nach seiner Zeit bei der Bundeswehr Musikwissenschaften und Gemanistik in Freiburg zu studieren. Nach zwei Jahren als Lehrer am Kepler-Gymnasium wurde er 1967 in den Schwarzwald nach St. Georgen oder, wie seine Kollegen sagten, nach "Badisch-Sibirien", versetzt. Seine Ehefrau Elisabeth, ebenfalls Lehrerin, begleitete ihn.
"Die Entscheidung, hier eine Jugendmusikschule zu gründen, habe ich bereits am ersten Tag nach meiner Ankunft getroffen", erinnert sich Dönneweg. Gesagt, getan: Gemeinsam mit dem Kantor der Lorenzkirche, Heinrich Richard Trötschel, und Günter Lauffer, dem neugewählten Bürgermeister, gründete Dönneweg im darauffolgenden Jahr die Jugendmusikschule.
Aus dem kulturellen Leben nicht wegzudenken
Was folgte, ist Geschichte – bekannt und dokumentiert. Jugendsinfonieorchester und Jugendmusikschule sind bis heute sehr erfolgreich und aus dem kulturellen wie musikpädagogischen Leben der Bergstadt nicht mehr wegzudenken.
Auch die Kinder Gesa, Karsten und Hanno treten in die musikalischen Fußstapfen ihrer Eltern und sind längst erfolgreiche Musiker. Und die nächste Generation – da sind neun Enkel im Alter zwischen sieben und 24 Jahren – sei ebenfalls musikalisch unterwegs, schmunzelt der Jubilar sichtlich stolz. Bald, so Dönneweg, gebe es ja auch wieder eine Neuauflage des beliebten Bergstadtsommers. Da sei die Familie wieder sehr engagiert. Sein Sohn Karsten ist der Festivalleiter.
Gefeiert wird im Norden – denn etwas Heimweh bleibt
Eine letzte Frage bleibt noch: Wie feiert Peter Dönneweg seinen Geburtstag? "Wir sind im Norden", lautet seine Antwort. Dann gesteht er leise ein, dass er auch nach all den Jahren im Schwarzwald, doch noch immer wieder mal Heimweh nach Ostfriesland habe.