Ehrungen und Verabschiedungen gab es in der Personalversammlung der Stadt, mit auf dem Bild Oberbürgermeister Julian Osswald (vorne), Personalratsvorsitzende Kerstin Harzer (rechts) und Bürgermeister Wolfgang Fahrner (Vierter von rechts). Foto: Stadtverwaltung/Volker Rath

Die Stadt Freudenstadt ist offenbar eine beliebte Arbeitgeberin mit gutem Betriebsklima und großer Leistungsfähigkeit. Diese Botschaft vermittelten jedenfalls OB Julian Osswald und Personalratsvorsitzende Kerstin Harzer in der Personalversammlung.

Die Runde tagte im festlichen großen Saal im Kurhaus, weil es die letzte Personalversammlung in der Ära Osswald war, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Zum Ausstand gab der Oberbürgermeister einen Imbiss für die Belegschaft der Verwaltung und der städtischen Eigenbetriebe aus.

Kerstin Harzer dankte zunächst für die Wiederwahl als Personalratsvorsitzende. Die Mitarbeitervertretung habe gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet, auch mit der Spitze der Stadtverwaltung, und wieder einiges erreicht, um die Arbeitsbedingungen bei der Stadt noch besser zu machen.

Das neue Modell der leistungsgerechten Bezahlung setze nun deutlich höhere Anreize. Sie habe den Eindruck, dass es gut angenommen werde. Daher solle es weiter verbessert und verfeinert werden.

71 neue Mitarbeiter 2023

Dass rund 160 Mitarbeiter der Stadt und ihrer Eigenbetriebe am Ausflug nach Ludwigsburg teilgenommen haben, wertete sie als Zeichen eines guten Betriebsklimas. Ein weiteres Indiz dafür sei, dass voriges Jahr 71 neue Mitarbeiter ihre Stelle bei der Stadt antraten. Sie wurden in der Versammlung einzeln vorgestellt.

Darüber hinaus sei die Verwaltung ein Aktivposten im städtischen Leben, organisiere die Teilnahme an Blutspendeterminen sowie den Kostümwettbewerb am „Schmotzigen“ und beteilige sich mit einer Mannschaft an der Aktion „Stadtradeln“ des Landkreises.

OB stolz auf sein Team

OB Osswald lobte Mannschaftsgeist und Leistungsfähigkeit der Stadt. Bei der Fußball-EM sei es das Ziel, „ein guter Gastgeber“ für die dänische Nationalmannschaft zu sein. Dafür arbeite die Stadt seit Monaten hart. „Das Ergebnis zeigt aber auch, was wir als Team leisten können, wenn wir auf kurzem Weg, pragmatisch und im Zusammenspiel der einzelnen Fachämter und Eigenbetriebe agieren und an einem Strang ziehen“, so der OB. Was Freudenstadt bislang aufgeboten habe, sei „vom Allerfeinsten“. Er wisse, was er an seiner Mannschaft habe, und sei „sehr stolz darauf“, 16 Jahre lang hier Oberbürgermeister gewesen sein zu dürfen, sagte Osswald.

Allerdings würden in Brüssel, Berlin und Stuttgart ständig neue Ideen in die Welt gesetzt, die die Städte und Gemeinden dann umsetzen müssten. „Das darf so nicht weitergehen. Sonst werden wir das nicht mehr leisten können“, so Osswald. In Freudenstadt funktioniere bislang alles. Die Stadt lege sich für ihre Bürger ins Zeug. „Wir halten den Laden am Laufen“, sagte er.

Ein Geschenk der Mitarbeiter zum Abschied überreichte Kerstin Harzer an Julian Osswald. Foto: Stadtverwaltung/Volker Rath/Volker Rath

Freudenstadt funktioniere auch in Krisenzeiten, wie die Corona-Pandemie gezeigt habe. Das werde als selbstverständlich hingenommen. „Reaktion, und zwar negative, kommt immer nur dann, wenn mal etwas nicht wie erwartet funktioniert“, sagte Osswald. „Das ist traurig. Aber wir machen unseren Job trotzdem.“ Nach 16 Jahren im Amt komme jetzt die Zeit des Abschieds. „Und es ist gut so“, so Osswald. Zwei Amtsperioden seien genug. Es sei erfahrungsgemäß Zeit für einen „frischen Wind“.

Der künftige OB Adrian Sonder werde sicher eigene Ideen mitbringen und einiges ändern. Das habe er bei Amtsantritt auch so gemacht. Mit Wolfgang Fahrner als neuem Bürgermeister habe er einen zweiten Mann an der Seite, der „Stabilität und Erfahrung mit Freudenstadt“ in die Doppelspitze einbringe.

Als sich der scheidende OB verneigte, erhoben sich die Mitarbeiter von den Stühlen und applaudierten ihm lange. Kerstin Harzer überreichte ein Abschiedsgeschenk der Mitarbeiter.

Ehrungen und Verabschiedungen

Ehrungen
30 Jahre bei der Stadt Freudenstadt beschäftigt sind Klaus Behm, Annegret Graf und Ulrike Bronner. Für 20 Arbeitsjahre bei der Stadt wurden Nadja Kollin, Gabriele Schenk, Silvija Mijatovic, Sandra Herzog, Andreas Ammer, Caroline Lehert und Norbert Bartodziej geehrt. Seit 40 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt sind Ute Höfler und Monika Redlich, seit 25 Jahren Corinna Gerlach, Michael Krause, Monja Merkel, Nicole Günthner, Katharina Zauner, Roland Keck, Benjamin Müller, Thomas Klumpp, Inge Zeller, Heidrun Klaissle, Nicole Hauer, Brigitta Wößner, Sabine Franz und Daniela Uhl.

Verabschiedungen
Verabschiedet wurden Ellen Biedermann-Hoppart, Heinz Sollorz, Rudolf Müller, Fred Welzl, Holger Noack, Cornelia Eberle, Michael Krause, Barbara Ludewig, Gabriele Schenk, Dorothea Wälde, Dieter Wälde, Gisela Potthoff, Gerlinde Prinz, Rolf Braun, Cornelia Klumpp, Claudia Knebel und Meinrad Schweikart.