Der Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes in Müllheim, Fabian Delugas, wird in der freien Wirtschaft eine neue Aufgabe übernehmen.
Das wurde den Vertretern der Ortsverbände und Einrichtungen bei der Kreisversammlung am Donnerstag bekanntgegeben. Delugas wird den Kreisverband zur Mitte des Jahres verlassen.
Kreisvorsitzender und Müllheims Bürgermeister Martin Löffler bedauerte die Entscheidung des Kreisgeschäftsführers, zeigte aber auch Verständnis für Delugas’ Neuorientierung. „Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit, gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten für den Kreisverband“, würdigte Löffler das Engagement des Kreisgeschäftsführers.
Deshalb habe man ihm „eine Hintertür offengelassen“, um wieder zum Kreisverband zurückkehren zu können, „Auch wenn wir wissen, dass sich Fabian Delugas deutlich für die neue Aufgabe ausgesprochen hat“, bedauerte Löffler.
„Ich werde mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen“, erklärte Fabian Delugas. Im Laufe seiner Tätigkeit für den DRK-Kreisverband, bei dem er seit dem Jahr 2020 tätig war, habe es einige große Ereignisse und Aktionen gegeben, an die er sich gerne zurückerinnere.
Start im Jahr 2020
Delugas erinnerte an seinen Start in der Funktion als Rettungsdienstleiter und Teil der Geschäftsführung während der Corona-Pandemie, in der der Kreisverband mit großer Unterstützung der ehrenamtlichen Kräfte und externer Unterstützer in kürzester Zeit Teststellen auf der A5 aufgebaut und das Kreisimpfzentrum im Müllheimer Gewerbegebiet an der Eisenbahnstraße initiiert und betrieben hatte. Er erinnerte auch an viele freudige Anlässe und Begegnungen mit vielen Akteuren. „Ich bin ja noch bis Mitte des Jahres da, deshalb wird das keine Abschiedsrede“, betonte Delugas.
Als er im Jahr 2020 die Leitung des Rettungsdiensts übernommen hatte, stand bereits fest, dass er neben der damaligen Geschäftsführerin Gerlinde Engler Mitglied der Geschäftsführung werden wird, um sich nach und nach auf diese Position vorbereiten zu können. Das Ziel, einen kontinuierlichen Übergang zu schaffen, war zum Abschied Englers Mitte Juli 2023 gelungen.
Bei seiner Amtsübernahme stand der Kreisverband unter anderem vor großen personellen Herausforderungen besonders im Bereich Rettungsdienst und bei der mobilen Pflege. Delugas war es im Laufe der Jahre gelungen, sowohl bei unbesetzten Stellen als auch im Ausbildungsbereich Fortschritte zu erzielen. Auch in anderen Aufgabengebieten gelang es, in Zusammenarbeit mit engagierten Kräften des Kreisverbands neue Wege zu gehen, gerade mit Blick auf die Digitalisierung und eine bessere Betreuung wie mit dem Projekt „Lena“, das betreutes Wohnen für Senioren in den eigenen Wohnungen ermöglicht.
Erfahrungen gesammelt
Der heute 32-Jährige brachte eine Ausbildung im Rettungsdienst und eine Weiterbildung zum Rettungsdienstmanager sowie ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Betriebswirtschaftslehre im Gesundheits- und Sozialwesen mit. Delugas hatte bis dahin auch im Ehrenamt des DRK viele Erfahrungen gesammelt. Unter seiner Führung erhöhte sich aufgrund der wachsenden Aufgaben der Personalstand auf heute rund 200 hauptamtliche Mitarbeiter.