Aller schlechten Dinge sind drei: Die Lahrer Verwaltung sorgt schon wieder für Online-Spott – dieses Mal mit einer Einladung nach Hessen.
Die Stadt Lahr hat’s momentan nicht leicht im Internet. Erst der heftig kritisierte Aufruf, statt Kuh- lieber Hafermilch in den Kaffee zu schütten, dann der Narri-Narro-zurück-aus-der-Ukraine-Post von OB Markus Ibert – und jetzt der nächste Klops.
Der offizielle Tourismus-Account der Stadt (genannt: Erlebe Lahr) lud für vergangenen Samstagabend zu „Lahr tanzt!“ in die Mehrzweckhalle im Bürgerpark ein.
Bislang unbekannte Veranstaltung
Eine Veranstaltung, von der man bis dato noch nie gehört hatte. Steht da also etwas Neues im närrischen Stadtkalender?
Antwort gibt Rätsel auf
Die Antwort, die das Rathaus auf eine entsprechende Nachfrage in die sozialen Medien blies, lässt mit offenem Mund zurück.
Es verwies nämlich auf einen Instagram-Beitrag mit dem Titel „Fassenacht in Lahr“, unter dem es – so wurde schmackhaft gemacht – Tickets für die große Party zu kaufen gebe.
Nun muss man weder gebürtiger Lahrer noch Sprachforscher sein, um zu wissen, dass die fünfte Jahreszeit hier Fasnacht oder Fasent heißt, aber definitiv nicht Fassenacht. Wo also liegt der Fehler?
Eine leidliche Internetrecherche bringt Licht ins Dunkel: „Lahr tanzt!“ fand am Wochenende tatsächlich statt – allerdings in Lahr im Westerwald. Einem 1300-Seelen-Dorf in Hessen. Drei Stunden Autofahrt weit entfernt.
War Künstliche Intelligenz am Werk?
Ja, jetzt gibt es natürlich noch viel mehr Nachfragen. Und nein, vermutlich kann die Verwaltung sie nicht zufriedenstellend beantworten. Der Verdacht liegt nahe, dass da jemand mit Künstlicher Intelligenz Termine zusammengesucht und so einen Fantasie-Narrenfahrplan für „unser“ Lahr gebastelt hat.
Spott für die nächste Fasent
Sorry, liebe Stadt, aber das ist leider: peinlich. Vielleicht wollt ihr ja schon während der aktuellen Kampagne für ausreichend Spott-Stoff in der nächsten sorgen.
Jedenfalls ist euch zu wünschen, dass am Samstagabend nicht allzu viele Menschen vor verschlossenen Türen an der Mehrzweckhalle in Lahr/Schwarzwald standen.