Im Oktober 2018 ist der Abriss der alten Gebäude quasi abgeschlossen – und die Bodensanierung beginnt. Quelle: Unbekannt

Viel Zeit, Geld und Nerven hat der "Bau 8" Perpetuum Ebner (PE) gekostet – auch, weil sich die Arbeiten um rund ein Jahr verzögerten. Umso zufriedener ist PE-Geschäftsführer Martin Friedrich mit dem Endprodukt, einem "Ausrufezeichen" direkt an der Bundesstraße, wie er sagt.

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Abrissarbeiten beginnen im August 2018

Aber von Anfang an: Im Juli 2018 stellte PE-Geschäftsführer Friedrich das Millionenprojekt im St. Georgener Gemeinderat vor – und erntete dafür nicht nur die Zustimmung von Stadt und Räten, sondern auch eine Menge Lob für das Vorhaben. Bereits im August, hieß es damals, sollen die Abrissarbeiten beginnen. Ein Plan, der eingehalten werden konnte: Mitte August rollten die ersten Bagger – und die Abrissarbeiten auf dem Gelände gingen zügig voran.

Doch die große Überraschung lauerte im Boden des Areals. "Wir dachten alle – inklusive Landratsamt und Umweltamt –, dass wir wissen, was da ist", erinnert sich Friedrich. Denn dass Altlasten bei den Arbeiten auf dem PE-Areal eine Rolle spielen würden, war von Anfang an klar. Doch die Bodensanierung stellte sich als umfangreicher heraus als anfangs geplant. Während der Arbeiten stieß man auf neue Schadensherde, die aus der Welt geschafft werden mussten – und wurden. Friedrich erinnert sich im Gespräch daran, dass die Baustelle einer "Kraterlandschaft" glich.

Bodenbelastung nachhaltig minimiert

Schließlich – die Bauzeit hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits um rund ein Jahr verzögert – konnte die Bodensanierung erfolgreich abgeschlossen werden. "Wir haben die Belastung nachhaltig auf ein Minimum zurückführen können", berichtet Friedrich.

Als nächster Schritt standen die Rohbauarbeiten auf dem Plan, mit denen man im Frühjahr 2020 starten konnte. "Und dann kam die nächste Sache, die uns teilweise echt zu schaffen gemacht hat", spielt Friedrich auf die Corona-Pandemie mit all ihren Begleiterscheinungen – inklusive Materialknappheit und teils enormen Preissteigerungen – an. Trotzdem: Was den Neubau an der Bundesstraße anbelangt, "sind wir insgesamt noch besser durch Corona gekommen als andere", ist Friedrich sich sicher. Tatsächlich ging es voran: Im Dezember 2020 feierte PE Richtfest, der Innenausbau folgte – und mittlerweile sind bereits einige der Mieter in ihr neues Domizil im "Bau 8" eingezogen.