Wird alsbald außerhalb der Schulzeiten mit Kameras überwacht: der Pausenhof der Zimmerner Schule. Foto: Weisser

Der Gemeinderat Zimmern hat die Anschaffung eines Funkvideo-Alarmsystems für die Grund- und Werkrealschule beschlossen.

Den Auftrag erhält die Firma Aida/Orga aus Balingen zum Gesamtpreis von 8507 Euro. Im Gesamtbetrag sind die Lieferung von fünf Kameras und einem Lautsprecher sowie die Montage eingeschlossen.

 

Hinzu kommen laufende monatliche Kosten in Höhe von 82 Euro für die Aufschaltung auf das Alarmzentrum. Im Haushalt der Gemeinde sind für die Maßnahme 15.000 Euro eingestellt.

Mit der Maßnahme reagiert die Gemeinde auf wiederholte Sachbeschädigungen auf dem Schulhof in den vergangenen Jahren. Die Verwaltung hatte verschiedene Optionen geprüft.

Bewusste Entscheidung

Die Entscheidung für die Firma Aida/Orga sei bewusst gefallen, erklärte Hauptamtsleiter Johannes Klingler. Zum einen bestehe bereits eine Zusammenarbeit im Bereich der Zeiterfassung im Rathaus. Zum anderen verfüge das Unternehmen über eine hohe fachliche Expertise.

Die fünf Kameras sollen im Bereich des Pausenhofs aufgestellt werden. Ergänzend wird ein Außenlautsprecher an der Fassade angebracht.

Zwischen 20 und 6 Uhr

Das System wird zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens aktiviert. Halten sich in dieser Zeit Personen auf dem Gelände auf, erfolgt nach einer kurzen Karenzzeit eine automatische Durchsage mit der Aufforderung, das Schulgelände zu verlassen. Kommen die Betroffenen dieser Aufforderung nicht nach, wird eine externe Überwachungszentrale eingeschaltet, die im Bedarfsfall die Polizei informiert.

Im Rahmen des Datenschutzes

Im Falle von Sachbeschädigungen kann die Gemeinde die aufgezeichneten Videodaten zur rechtlichen Verfolgung verwenden. Datenschutzrechtliche Aspekte seien umfassend geprüft worden, betonte Bürgermeisterin Carmen Merz.

Die Speicherung der Daten erfolge kurzfristig und im rechtlich zulässigen Rahmen. Das System sei auf Prävention angelegt, betonte Klingler.