Revierleiter Hannes Wolf zog Bilanz für das Jahr. Wichtige Informationen gibt es für jene, die selbst ihr Brennholz machen.
Für die Raumschaft Blumberg wird es auch in Zukunft Brennholz aus dem Wald zu kaufen geben. Revierleiter Hannes Wolf und Kämmerer Bernd Hackspiel klärten über die Regularien auf.
„Der Holzeinschlag hat begonnen und aufgrund der guten Wetterlage können wir von einem normalen Verlauf ausgehen“, sieht Revierleiter Wolf die Arbeiten im Fluss. Lediglich die nassen Böden bereiten Schwierigkeiten, hier hofft man auf mehr Trockenheit und baldigen Frost. „Aufgrund der starken Niederschläge war es für den Wald ein gutes Jahr und es muss wesentlich weniger Schadholz geschlagen werden“, erklärt der 29-jährige Revierleiter, der für den gesamten Randenwald um Fützen/Epfenhofen zuständig ist. Mit Wolfgang Schelb für den Bereich Achdorfer Tal/Riedböhringen sowie Stefan Riedmüller für die Markungen um Riedöschingen/Hondingen bis Kommingen und Nordhalden teilen sich weitere Kollegen die Verantwortung für den Wald.
Nach schwierigen Jahren mit der Corona-Pandemie und trockenen Perioden, in denen sich der Borkenkäfer stark ausbreiten konnte, hat sich die Bestandslage etwas beruhigt. Vor allem die Menge des Schadholzes hat sich deutlich verringert, so die aktuelle Bilanz. Mit mehr als 2800 Hektar gehört der Blumberger Wald prozentual zu den größten Beständen im gesamten Kreis. Besonders die Mischung mit fast 60 Prozent Anteil an Laubbäumen, die die klimatischen Veränderungen besser verkraften, macht ihn wertvoll.
„Für das Brennholz werden fast nur Buchen und Eschen geschlagen, die nach der Verarbeitung mindestens zwei weitere Jahre gelagert werden müssen“, teilt Hannes Wolf mit. Wenn man durch die Waldwege fährt, sieht man an den Rändern zahlreiche dieser Langhölzer gestapelt. „Die Menge wird nach den Bestellungen bestimmt und die Nachfrage ist immer noch groß.“
Laut dem Revierleiter wird der Energiespender Holz weiterhin stark nachgefragt. Der nachwachsende Rohstoff ist in der industriellen Verarbeitung und in der Möbelherstellung ungebrochen gefragt.
Nicht nur für den privaten Verbraucher, der die Brennholzaufarbeitung nach der Bereitstellung selbst aufnimmt, herrschen strenge Sicherheitsvorkehrungen, die eine nachhaltige und umweltgerechte Waldwirtschaft garantieren. Persönliche Schutzausrüstungen bis hin zum zertifizierten Einsatz mit der Kettensäge unterliegen einer strengen Kontrolle. Das zur Verfügung gestellte meterlange Stangenholz wird dann in Eigenregie zweckmäßig verarbeitet.
Stabiler Festmeterpreis
„Der Brutto-Festmeterpreis beträgt für diese Periode 85 Euro“, informierte Kämmerer Bernd Hackspiel. Der hohe Preisanstieg nach der Corona-Pandemie, als der Festmeter mehr als 100 Euro kostete, hat sich nach seiner Aussage wieder stabilisiert.
Mit 7,5 Prozent des gesamten Holzeinschlags nimmt der Bereich Brennholz allerdings nur einen Bruchteil ein. „Mit Stammholz und Industrieholz für den wirtschaftlichen Verbrauch werden im Verkauf jährlich über 1,5 Millionen Euro Einnahmen für den Blumberger Forst erzielt“, erläuterte Hackspiel. Dies ist bei den hohen Gesamtkosten zur Unterhaltung des Waldes unbedingt nötig.
Nach ersten Hochrechnungen rechnet das Forstamt Donaueschingen für 2026 mit geplanten Einnahmen aus der Blumberger Holzernte von mehr als 1,6 Millionen Euro. Nach der Verrechnung aller Unkosten wird ein Ertrag von 211 414 Euro prognostiziert.
Private Käufer
Brennholz
Von privaten Käufern werden in der Regel zwischen fünf und 15 Festmeter Brennholz verarbeitet. Es gibt hier keine Mindestabnahmemengen und auch nach oben kein Limit. Die Zusammenarbeit mit den Holzkäufern und dem Blumberger Forst erfolgt zumeist reibungslos. Die Kriterien werden im Blumberger Amtsblatt veröffentlicht.